Neujahrsgottesdienst im Vatikan als Zeichen der Hoffnung

Mit Gesang, Segen und eindrücklichen Begegnungen hat das neue Jahr im Herzen der Weltkirche begonnen : Schweizer Sternsingerinnen und Sternsinger feierten in diesem Jahr den Neujahrsgottesdienst im Petersdom gemeinsam mit Papst Leo XIV. Im Mittelpunkt standen vier Kinder aus Arbon.

Die drei Sternsingerinnen Anna, Giulia und Larissa sowie der Sternsinger Fabian aus der Pfarrei St. Martin in Arbon feierten den Neujahrsgottesdienst mit Papst Leo XIV. im Petersdom. Insgesamt nahmen 23 Sternsingerinnen und Sternsinger an der Eucharistiefeier teil, neben der Schweiz aus Deutschland, Österreich, Südtirol, der Slowakei und Ungarn. Drei Sternsingerinnen aus verschiedenen Ländern durften in ihren festlichen Gewändern an der Gabenprozession teilnehmen, die von der Missio-Schweiz-Mitarbeiterin Leticia Schäfer aus Bern und ihrer Familie angeführt wurde. « Die Teilnahme an der Gaben­bereitung in der ersten Messe des Jahres mit Papst Leo war sehr bewegend und unvergesslich. Er war sehr herzlich und liebevoll und hat mit seinen Worten unsere Herzen tief berührt », sagte Leticia Schäfer.

Audienz beim Papst
Am Tag nach Neujahr nahmen die Sternsingerinnen und Sternsinger an einer Audienz mit Papst Leo XIV. teil. In einer warmen und offenen Atmosphäre nahm sich der Papst Zeit für die Kinder, hörte ihnen zu, segnete sie und dankte ihnen für ihren Einsatz für benachteiligte Kinder weltweit. Sternsingerin Anna aus Arbon durfte dem Papst den Brauch des Sternsingens erklären und ein gemeinsames Geschenk überreichen – ein Bild mit der Aufschrift « Christus mansionem benedicat » (C+M+B: Christus segne dieses Haus). « Ich war schon ziemlich nervös », erzählte Anna, « aber der Papst hat mich freundlich angeschaut. Es war ein unglaubliches Gefühl, ihm vom Sternsingen erzählen zu dürfen. Ich werde diesen Moment nie vergessen. » Papst Leo XIV. zeigte sich sichtlich bewegt, dankte den Kindern herzlich und ermutigte sie, weiterhin Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger zu sein.

Begegnungen, die bleiben
Der Rombesuch umfasste neben Audienz und Neujahrsgottesdienst weitere prägende Stationen. Die Delegation aus Arbon wurde in der Schweizer Botschaft beim Heiligen Stuhl empfangen und besuchte die Päpstlichen Missionswerke. Besonders eindrücklich war die Begegnung mit Kardinal Kurt Koch. Der Schweizer Kardinal dankte den Kindern und Jugendlichen für ihren Einsatz und betonte die besondere Kraft des Sternsingens : Dass Kinder Erwachsene segnen, sei ein starkes Zeichen gelebten Glaubens. « Segen heisst, Gutes zu sagen – und genau das tut ihr », ermutigte er die Sternsingerinnen und Stern­singer. Ein weiterer Höhepunkt war die Führung bei der Päpstlichen Schweizergarde mit dem anschliessenden gemeinsamen Essen.

Hoffnung über Grenzen hinweg
Kristina Kleiser, Kampagnenverantwortliche von Young Missio, ordnet die Bedeutung der Romreise ein : « Die Romreise der Sternsingerinnen und Sternsinger setzt ein starkes Zeichen für Frieden und Solidarität. Das Sternsingen ist eine lebendige Tradition, in der Kinder Verantwortung übernehmen, Junge wie Erwachsene segnen und sich für Kinder in aller Welt einsetzen – über alle Grenzen hinweg und im Zeichen des Friedens. »

Während die Begegnungen in Rom ein starkes internationales Zeichen setzten, fand das Sternsingen gleichzeitig in der Schweiz statt. Von Neujahr bis Dreikönig waren über 10'000 Sternsingerinnen und Sternsinger bei uns unterwegs. Sie brachten den Segen « C+M+B » in Häuser und Wohnungen und sammelten Spenden für benachteiligte Kinder weltweit.

« Schule statt Fabrik »
Die Aktion Sternsingen 2026 stand unter dem Motto « Schule statt Fabrik » und machte auf ausbeuterische Kinderarbeit aufmerksam. Mit den gesammelten Spenden unterstützt Missio Schweiz Projekte, die Kindern Bildung ermöglichen, ihre Rechte stärken und neue Zukunftsperspektiven eröffnen. Ein Schwerpunktland dabei ist Bangladesch. Weltweit arbeiten rund 160 Millionen Kinder, oft unter gefährlichen und gesundheitsschädigenden Bedingungen.

PD / Red., 12.01.2026

Sternsingerinnen und Sternsinger treffen Papst Leo XIV.
Quelle: Vatican Media / Missio Schweiz
Sternsingerinnen und Sternsinger treffen Papst Leo XIV. vor dem Petersdom in Rom.

 

 

Arboner Sternsingerinnen und Sternsinger
Quelle: Romano Siciliani / Missio Schweiz
Eine Gruppe Arboner Sternsingerinnen und ­Sternsinger reiste nach Rom.

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