Sonntag der Völker : der Familiengottesdienst in Sulgen

Bunt, lebendig und voller Herzenswärme : Im November feierte die Kirchgemeinde Sulgen ihren Familiengottesdienst zum traditionellen Sonntag der Völker. Unter dem Motto « Viele Sprachen – ein Glaube » wurde die Kirche zu einem Ort, an dem Vielfalt spürbar und Gemeinschaft erlebbar wurde.

Vor der Kirche versammelten sich Kinder mit kleinen Flaggen aus aller Welt. Jede war anders, jede wurde zufällig verteilt, und doch trugen sie alle dieselbe Botschaft : Wir gehören zusammen. Gemeinsam mit den Ministrantinnen und Ministranten sowie dem Pastoralraumleiter Martin Kohlbrenner zogen sie feierlich in die Kirche ein. Sie wurden von neugierigen Blicken und stolzen Eltern mit einem Lächeln auf dem Gesicht begleitet.

Der Familiengottesdienst wurde von der Gruppe Chinderfiir Sulgen mit den vier Leiterinnen gestaltet. Sie begrüssten die Kinder in traditionellen Trachten aus ihren Herkunftsländern. Schon zu Beginn wurde deutlich, worum es an diesem besonderen Sonntag ging : Vielfalt als Geschenk und Glaube als gemeinsame Sprache. Einige Kinder traten ans Mikrofon und begrüssten die Gemeinde auf Albanisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und Kroatisch. Ein bewegender Moment, in dem man spürte, dass Gottes Nähe keine Übersetzung braucht.

Ein Glaube, viele Stimmen
Den thematischen Höhepunkt bildete die Lesung des Pfingstberichts aus der Apostelgeschichte (Apg 2,1-13). Die Leiterinnen trugen den Text in einer besonderen Fassung mit mehreren Rollen vor. Dadurch wurde die Geschichte von Pfingsten, vom Mut der ersten Christinnen und Christen, vom Feuer des Glaubens und von der Kraft des Verstehens lebendig. Neben dem Altar hing ein grosses Plakat mit ineinander­greifenden Händen. In der Mitte stand das Thema des Tages : « Viele Sprachen – ein Glaube. »

Nach der Lesung wurden die Kinder selbst zu Gestalterinnen und Gestaltern. In unterschied­lichen Sprachen schrieben und klebten sie Worte wie : Gott verbindet, Mut, Frieden, Gemeinschaft, Liebe oder Heiliger Geist auf das Plakat. Mit jedem Wort wuchs das Bild zu einem farbenfrohen Zeichen der Einheit. Anschliessend waren alle eingeladen, ihren Fingerabdruck auf das Plakat zu setzen – als sichtbares Symbol : Ich gehöre dazu. Glaube verbindet. 
Auch die Fürbitten trugen die Kinder in verschiedenen Sprachen vor. Jede Bitte brachte ein Stück Hoffnung und Herkunft mit sich. Ein stilles Zeugnis dafür, wie bunt und zugleich vertraut die Gemeinde ist. Zum Vaterunser versammelten sich alle Kinder vor dem Altar, reichten einander die Hände und sprachen das Gebet in ihrer jeweiligen Sprache. Ein vielstimmiges Gebet erfüllte die Kirche.

Multikultureller Apéro
Nach dem feierlichen Segen ging es hinunter in den grossen Saal unter der Kirche, wo es den traditionellen multikulturellen Apéro gab. Der Duft von Gewürzen, frischem Gebäck und süssen Speisen lag in der Luft. Tische voller Köstlichkeiten – jede Platte ein Stück Heimat. Zwischen den Tischen entstanden lebhafte Gespräche. Viele Besucherinnen und Besucher blieben stehen, bewunderten die farbenfrohen Trachten der Organisatorinnen und fragten interessiert nach deren Herkunft und Bedeutung. Andere wiederum wollten wissen, wie die köstlichen Spezialitäten zubereitet werden. Es wurden Rezepte ausgetauscht, Telefonnummern aufgeschrieben und spontan gemeinsame Kochideen geschmiedet.
« Beim Apéro sieht man, wie bunt unsere Gemeinde ist », meinte eine Besucherin. « Jeder bringt ein Stück Heimat mit und gemeinsam entsteht etwas Neues. » Ein anderer Gast fügte schmunzelnd hinzu : « Ich gehe jedes Jahr mit neuen Rezepten und alten Freundschaften nach Hause. » Genau das war an diesem Tag spürbar : Kirche als Ort der Begegnung, als Zuhause für viele und als Raum, in dem der Glaube Brücken baut und Menschen einander näherbringt.

Der Sonntag der Völker in Sulgen war einmal mehr ein Fest, das Grenzen überwindet – nicht nur zwischen Ländern, sondern auch zwischen Generationen, Kulturen und Sprachen. Er zeigte, dass die Kirche dort am lebendigsten ist, wo Menschen sich öffnen, teilen und gemeinsam feiern.

Text & Übersetzung : Gabriela Dedaj, 28.12.2025


 

Shumë gjuhë – një besim që bashkon


Në nëntor, kisha në Sulgen kremtoi «Diten e Popujve», një meshë familjare ku u përjetua qartë sa e bukur është larmia. Me moton «Shumë gjuhë – një besim …» kisha u mbush me ngjyra, zëra dhe gëzim.

Para kishës, fëmijët u mblodhën me flamuj nga e gjithë bota. Me ministrantët dhe Martin Kohlbrenner, ata hynë së bashku. Meshën e përgatiti grupi i Chinderfiir Sulgen me udhëheqëset Regula Merz, Liliana Zejnullahi, Miranda Sopi dhe Gabriela Dedaj, të veshura me rrobat tradicionale nga vendet e tyre. Fëmijët përshëndetën besimtarët në shqip, italisht, portugalisht, spanjisht e kroatisht – një moment i ngrohtë që tregoi se besimi kuptohet në çdo gjuhë.

Leximi i tregimit të Rrëshajëve u paraqit me role të ndryshme dhe solli gjallëri në meshen. Pranë altarit ishte vendosur një poster me duar të bashkuara dhe fjalët «Shumë gjuhë – një besim». Fëmijët ngjitën mbi të fjalë si paqë, dashuri, guxim, gëzim, komunitet. Të gjithë të pranishmit shtuan pastaj gjurmën e gishtit si shenjë përkatësie. Një vajzë interpretoi një pjesë me harpë, që preku të gjithë të pranishmit.

Edhe lutjet u lexuan në gjuhë të ndryshme. Për «Ati Ynë», fëmijët u mblodhën para altarit dhe e thanë lutjen secili në gjuhën e vet – një moment prekës, plot harmoni.

Pas meshës, të gjithë u ftuan në aperon multikulturor. Aroma e gatimeve tradicionale mbushi sallën nën kishë. Vizitorët biseduan për recetat, për kuptimin e rrobave dhe ndanë histori nga vendlindjet e tyre. Disa u larguan me receta të reja, të tjerë me miqësi të vjetra të forcuara.

«Këtu e sheh sa e larmishme është bashkësia jonë», tha një vizitore. E vërtetë: ky ishte një festim që bashkoi kultura, gjenerata dhe gjuhë – dhe tregoi se besimi ndërton ura kudo ku njerëzit hapen ndaj njëri-tjetrit.

Eva Hajdaraj bereicherte den Gottesdienst mit einem Harfenstück.
Quelle: Gabriela Dedaj
Eva Hajdaraj bereicherte den Gottesdienst mit einem Harfenstück.

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