Nachtwanderung fördert Gemeinschaft unter Jugendlichen

Am 20. / 21. Dezember letzten Jahres fand das Ranfttreffen statt. Auch Jugendliche aus dem Kanton Schaffhausen nahmen daran teil, darunter Kirche ohne Grenzen. Eine Zusammenfassung dieses ehrenamtlich organisierten Anlasses für Jung und Alt mit mehreren Hundert Personen.

Das Ranfttreffen ist ein Angebot der Jubla Schweiz für Gruppen, welche gemeinsam durchs Jahr gehen. Dabei ist es egal, ob es sich um Minis, Firmgruppen, Familien oder Freunde handelt, denn im Mittelpunkt stehen vor allem der Zusammenhalt, die Gemeinschaft und der gemeinsame Rückblick auf das vergangene Jahr. 

Familienweg und Erlebnisnacht
Tagsüber kann der Familienweg begangen werden, später folgt die Erlebnisnacht, die bis in die frühen Morgenstunden dauert. Der Familienweg ist hauptsächlich für Kinder von 6 bis 10 Jahren gestaltet. Es handelt sich um eine Wanderung von Sarnen bis Flüeli-Ranft mit Kindern und ihren Begleitpersonen. Während der Wanderung gibt es mehrere Posten, an denen eine freudige Stimmung herrscht. An der Erlebnis­nacht geht es etwas anders her und zu : Jugendliche ab 15 Jahren sind eine ganze Nacht lang unterwegs. Gewandert wird ebenfalls von Sarnen oder Sachseln nach Flüeli-Ranft, und auch auf diesem Weg gibt es diverse Ateliers.

Lichter markieren den Weg
Die Schaffhauser Gruppe traf sich an jenem Samstag kurz vor Weihnachten um 15.40 Uhr am Bahnhof Schaffhausen. Gemeinsam bestiegen die Teil­nehmen­den den Zug. Die Fahrt dauerte etwas mehr als zwei Stunden, doch schon bei der Ankunft in Sachseln kam eine besondere Stimmung auf. Vom Bahnhof ging es zur Turnhalle Türli, wo die Gruppe empfangen wurde. Dort erhielten alle eine Karte und ein Sammelblatt, auf dem Abzeichen von anderen Gruppen gesammelt und getauscht werden konnten. « Fast wie diese Sammelkarten von Coop », meinte der 16‑jährige Timo Schärer. Dann startete die erste Wanderung in den jeweiligen Gruppen. Obwohl alle eine Karte bekommen hatten, war der Weg mit kleinen Lichtern markiert, denen gut gefolgt werden konnte. 

Grosse Auswahl an Aktivitäten
Nach einer Stunde erreichte die Gruppe den ersten Stopp namens Rütimattli. Dort gab es verschiedene Posten : schnitzen, backen, singen und vieles mehr. Für jede Aktivität gab es passende Sticker für das Sammelblatt. « Ich habe mich fürs Backen entschieden », erzählte Timo begeistert. « Das machte Spass und sorgte für eine gute Stimmung. » Im Anschluss an die Aktivitäten gab es eine warme Suppe, mit der sich alle stärken und aufwärmen konnten. Darauf folgte der zweite Teil der Wanderung, die insgesamt etwa eineinhalb Stunden dauerte. Der zweite Teil führte stellenweise durch den Wald, und es ging oft bergauf. In Flüeli-Ranft angekommen, standen erneut Ateliers zur Verfügung. In mehreren Häusern wurden Geschichten von Menschen erzählt, die dort früher gelebt hatten. Danach gab es die Möglichkeit, sich in einer kleinen Turnhalle aufzuwärmen und Spiele zu spielen. « Hier findet wirklich jeder etwas Passendes », meinte Timo. 

Fackelzug und Feier als Highlight
Besonders angenehm war auch, dass es zwar einen Plan gab, dieser aber nicht strikt eingehalten werden musste. So konnte jede Gruppe selbst wählen, was sie interessierte. Nach den Spielen machten sich alle mit Fackeln auf den Weg hinunter in die Schlucht. Viele bezeichneten diesen Moment als Highlight. In der kleinen Kirche in der Schlucht fand eine kurze Feier statt mit Bischof Joseph Maria Bonnemain. Dabei wurde erzählt, gesungen und das gemeinsame Erlebnis gefeiert. Nach der Feier ging es zurück zum Bahnhof. Der Rückweg war deutlich kürzer als der Hinweg. Jeder Teilnehmende erhielt für unterwegs noch ein Frühstück. Früh am Morgen fuhr die Schaffhauser Gruppe wieder mit dem Zug nach Hause zurück.

Künftige Ranfttreffen
Dieses Jahr legt die Jubla Schweiz eine bewusste Pause ein, um den Anlass weiter­zu­entwickeln und inhaltlich neu auszurichten. Es soll weiterhin ein viel­seitiger Raum rund um « Glauben Leben » geschaffen werden. Ab 2027 ist geplant, dass der Anlass dann in der weiter­ent­wickelten Form jährlich stattfinden wird.

Text und Übersetzung: Marica Bencivenga, 2.2.2026


Un incontro lungo e pieno di esperienze  

Un'occasione fantastica per crescere insieme come gruppo

Un evento organizzato da un gruppo di volontari con oltre cento partecipanti. L'incontro che si svolge quasi ogni anno è stato dal sabato 20.12.2025 alla domenica 21.12.2025. Anche quest’anno ha partecipato un gruppo di Sciaffusa. Kirche ohne Grenzen ha parlato con Timo Schärer (16) di questo incontro.

Sabato 20 dicembre 2025 alle 15.40 il gruppo è partito da Sciaffusa in treno verso Sachseln, un viaggio di circa due ore. All’arrivo hanno raggiunto la palestra Türli, dove sono stati accolti e hanno ricevuto una mappa e un foglio per raccogliere bollini, « quasi come le carte Coop », racconta Timo. Poi è iniziata la prima parte dell’attività : il percorso era segnato da piccole luci. Dopo un'ora il gruppo ha raggiunto la tappa Rütimattli, con varie attività come intaglio, canto e molto altro. Ogni attività dava un adesivo per il foglio. Dopo è stata servita una zuppa calda.

È seguita una seconda camminata di circa un’ora e mezza nel bosco fino a Flüeli-Ranft, dove c’erano altre attività, tra cui racconti in alcune case e giochi in palestra. « Ognuno trova qualcosa di suo gradimento » spiega Timo. È piaciuto anche che il programma non fosse rigido. Più tardi, il gruppo è sceso nella valle con le torce. Molti hanno definito questo momento come il più bello. Davanti la piccola chiesa in fondo alla valle si è tenuta una breve cerimonia con racconti, canti e celebrazione dell’esperienza comune. Dopo si è tornati alla stazione. Il viaggio di ritorno è sembrato più breve e ognuno ha ricevuto qualcosa per la colazione. La mattina presto il gruppo è rientrato in treno a Sciaffusa.

 

Unterwegs zu Ranftkapelle
Quelle: Regina Wettstein
Im Schein der Fackeln: gemeinsam unterwegs zur Ranftkapelle

 

 

Schlussfeier vor der Ranftkapelle mit Bischof Joseph Maria Bonnemain
Quelle: Regula Wettstein
Schlussfeier vor der Ranftkapelle mit Bischof Joseph Maria Bonnemain

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