Jugendabendmahl am Gründonnerstag

Am Gründonnerstag trafen sich 21 Jugendliche aus dem Kanton Schaffhausen, um gemeinsam das letzte Abendmahl zu feiern. Der Fokus lag dabei nicht nur auf der religiösen Tradition, sondern auch darauf, sich als Gemeinschaft näherzukommen. 

Der Anlass « Holy Thursday » verfolgt das Ziel, den Jugendlichen einen besseren Zugang zu den religiösen und kulturellen Hintergründen des Hohen Donnerstags und des letzten Abendmahls zu ermög­lichen. Dabei steht nicht nur die Ver­mittlung von Wissen im Vordergrund, sondern auch das bewusste Erleben von Glauben und Traditionen im Alltag sowie deren Umsetzung und Bedeutung für das eigene Leben. An diesem Abend ist für alle Teilnehmenden etwas Passendes dabei : vom Gottesdienst bis hin zur Freundschaft. Es werden sowohl die inhaltliche Aus­einander­setzung als auch das gemein­same Erleben gestärkt. Gleichzeitig wird Raum geschaffen, um Fragen zu stellen und eigene Gedanken einzubringen.

Gottesdienst und Spaziergang
In diesem Jahr fand der Anlass « Holy Thursday » bereits zum fünften Mal statt. Organisiert wurde er von Daria Serra, Jugend- und Familienpastoral des Pastoralraums Schaffhausen-Reiat, und Regina Wettstein, Jugendarbeit und Katechese des Pastoralraums Neuhausen-Hallau. Rund 21 Jugendliche aus dem Kanton Schaffhausen kamen zusammen, um diesen besonderen Abend gemeinsam zu erleben, zu feiern und sich auch inhaltlich damit auseinander­zusetzen. Der Anlass begann um 18.30 Uhr mit dem Gottesdienst zum Hohen Donnerstag in der katholischen Kirche Heilig Kreuz in Neuhausen am Rheinfall. Der Gottesdienst war eine gute Einleitung in die Bedeutung des Gründonnerstags – mit einer besinnlichen und zugleich gemeinschaftlichen Atmosphäre. Ausserdem konnte man so den Anfang des Abends bewusst miteinander starten, um das Ganze danach weiter zu vertiefen und in den weiteren Programmpunkten aufzugreifen. 

Damalige Bräuche und Traditionen
Nach dem Gottesdienst machte die Gruppe einen Spaziergang zur Pfarrei St. Maria in Schaffhausen. Der Spazier­gang bot eine gute Gelegen­heit, um sich näher kennen­zulernen, sich mit anderen auszu­tauschen oder auch, um erste Gespräche miteinander zu führen. 

Pessach-Mahl
In der Pfarrei St. Maria angekommen, schauten sich die Teilnehmenden das letzte Abendmahl und die dahinter steckende jüdische Tradition genauer an. Passend dazu stellten sie selbst unge­säuerte Brote mit Charosset her. Das ist ein Brotaufstrich, der aus geriebenen Äpfeln, Nüssen, Zimt und Wein besteht und ein traditionelles israelisches Gericht darstellt. Durch das gemeinsame Zubereiten des Abendessens wurden die Inhalte nicht nur theoretisch besprochen, sondern auch konkret erlebt. Das ganze Abendessen orientierte sich am Pessach-Mahl der Zeit Jesu und gab den Jugendlichen so einen Einblick in die damaligen Bräuche und Traditionen. Dabei setzten sich die jungen Menschen mit der Bedeutung dieser Feier auseinander und wurden daran erinnert, dass Jesus selbst ein gläubiger Jude war. Neben den inhalt­lichen Aspekten spielten auch die sozialen Komponenten eine Rolle. Die Teilnehmenden hatten die Möglich­keit, sich beim Zubereiten und Essen auszutauschen, einander kennen­zulernen und bestehende Kontakte zu vertiefen.

Gemeinschaft, Glaube, Erinnerungen
Insgesamt bot der Anlass eine gelungene Kombination aus gemeinschaftlichem Erleben, religiöser Vertiefung und persön­lichem Austausch. Viele Teilnehmende nahmen neue Eindrücke, Erkenntnisse und auch bleibende Erinnerungen mit nach Hause.

Text und Übersetzung: Marica Bencivenga, 07.05.2026


Molto più di una ultima cena

Comunità al Giovedì Santo

La sera del Giovedì Santo, il 2 aprile, circa 21 giovani del Cantone di Sciaffusa si sono incontrati per celebrare insieme L'Ultima Cena. Non si è trattato solo di un incontro legato alla tradizione religiosa, è stata anche un'occasione per rafforzare i rapporti fra i giovani. L'evento è stato organizzato da Daria Serra e Regina Wettstein. 

Quest'anno l'evento « Holy Thursday » si è svolto per la quinta volta. Circa 21 giovani del Cantone di Sciaffusa si sono riuniti per vivere insieme una serata speciale, tra festa e riflessione. Il programma é iniziato alle 18.30 con la messa nella chiesa Santa Croce a Neuhausen, che ha creato un’atmosfera riflessiva e comunitaria, introducendo il tema della serata.

Lo svolgimento del Giovedì Santo
Dopo la messa, il gruppo ha fatto una passeggiata fino alla parrocchia di Santa Maria, l'occasione ideale per conoscersi meglio e scambiare opinioni. Arrivati alla parrocchia, hanno approfondito l'ultima Cena e la tradizione ebraica collegata. In linea con questa tradizione, hanno preparato il pane non lievitato con il charosset, una crema a base di mele. La preparazione comune ha reso i contenuti concreti oltre che teorici. La cena si è ispirata al pasto pasquale ebraico dell'epoca di Gesù, permettendo ai giovani di conoscerne le usanze e il significato. 

Oltre agli aspetti religiosi, anche quelli sociali hanno avuto un ruolo importante : i partecipanti hanno potuto conoscersi e rafforzare i contatti. L'evento ha unito l'esperienza comunitaria, l'approfondimento religioso e lo scambio personale, lasciando a molti nuove impressioni e spunti di riflessione.

Regina Wettstein und Daria Serra
Quelle: Daria Serra
Haben den « Holy Thursday » organisiert : Regina Wettstein und Daria Serra

 

Pessach-Mahl
Quelle: Daria Serra
Seder-Teller mit fünf der sechs symbolischen Speisen des Pessach-Festes (im Uhrzeigersinn) : Ei (Beitzah), Fruchtpaste (Charosset), Salzwasser (kein Bestandteil des Tellers), Knochen (Seroa), Gemüse (Karpas, hier Radieschen) und Bitterkraut (Maror, hier Chicorée) – dazu Becher mit Wein/Traubensaft; es fehlt Meerrettich (Chaseret)

 

Die Gruppe vom « Holy Thursday » vor der Kirche Heilig Kreuz in Neuhausen
Quelle: Daria Serra
Die Gruppe vom « Holy Thursday » vor der Kirche Heilig Kreuz in Neuhausen

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