128. Synode der römisch-katholischen Landeskirche Schaffhausen
Ende Juni traf sich die Synode Schaffhausen in Hallau. Die Traktanden wurden speditiv bearbeitet, zwei Projekte erhielten je 10'000 Franken zugesprochen.
Sowohl das Protokoll der letzten Synode als auch der Geschäftsbericht wurden einstimmig angenommen, ebenso die Rechnung 2025. Es resultierte ein Überschuss von 4'235 Franken. Dem Antrag der Kommission Entwicklungsprojekte wurde einstimmig stattgegeben. So gehen jeweils 10'000 Franken an folgende zwei Projekte :
Clinique mobile / EPP Dähler für den Bau einer Schulkantine in der Elfenbeinküste. Jolanda Dähler informierte über ihr Herzensprojekt, das sie zusammen mit ihrem verstorbenen Mann aufgebaut hat : eine Schule in der Nähe ihrer Farm. Zwei Mal in der Woche erhalten die Kinder eine warme Mahlzeit. Dafür möchte der Verein eine richtige, hygienische Küche haben, in der Vorräte gehalten werden können und jederzeit gekocht werden kann − statt einer mit Palmblättern überdachten Feuerstelle.
Ein würdiges Zuhause für Obdachlose : Promod Mathew Thomas, leitender Priester des Pastoralraums Neuhausen-Hallau, erläuterte, dass eine kürzlich durchgeführte Erhebung gezeigt habe, dass mehr als 104 Familien in der Diözese Muvattupuzha (indische Bundesstaaten Kerala und Tamil Nadu) über keinen angemessenen Wohnraum verfügen. Die Diözese erhält nun 10'000 Franken, um zwei Häuser bauen zu können. Die Bauten sind standardisiert und werden von offizieller Seite überwacht.
Der Synodalrat informierte danach über den Wechsel der Kirchgemeinden Stein am Rhein und Ramsen zum Pastoralraum Schaffhausen-Reiat. Dieser wurde angestossen durch das Projekt « dual kongruent », das im Kanton Thurgau fünf grosse Pastoralräume (genannt « Netzwerke ») schaffen will, die mit den Kirchgemeinden kongruent sind. Zusätzlich sollen die Kirchgemeinden künftig deckungsgleich gemacht werden. Das bedeutet : mindestens 1'000 Gläubige pro Kirchgemeinde. Zur Erörterung des weiteren Vorgehens wurde ein Runder Tisch mit Beteiligung des Bistums Basel, der Landeskirche Schaffhausen und der Präsidenten der Kirchgemeinden des oberen Kantonsteils sowie Schaffhausen und Thayngen durchgeführt. Zurzeit dient der Vertrag zwischen Schaffhausen und Thayngen als Muster für das Ausarbeiten der Zusammenarbeit.
Patrik Gubser rührte die Werbetrommel für die dritte Standeswallfahrt nach Einsiedeln, während Felix Schmid und Pius Troxler auf das neue Kirchgesangbuch « jubilate » hinwiesen, das die Kirchgemeinden ins Budget 2028 aufnehmen sollten, falls sie es wünschten.
Béatrice Eigenmann, forumKirche, 13.07.2026
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