Kroatische Gläubige aus der Schweiz pilgerten nach Malta

Der heilige Paulus wurde der Geschichte nach um 60 n. Chr. aus Jerusalem vertrie­ben. Gemeinsam mit weiteren Gefange­nen reiste er mit dem Schiff von Palästina nach Rom. Hinter Kreta gerieten sie jedoch in einen schweren Sturm und trieben zwei Wochen steuerlos im Wasser. Nach diesem Schiffbruch strandete Paulus auf Malta, verbrachte dort drei Monate und verbreitete den christ­lichen Glauben. Auch heute noch sind 97 Prozent der maltesischen Bevölkerung römisch-katholisch. Deshalb gilt Paulus als Schutzpatron Maltas. Nikola Bočkaj pilgerte im April mit einer Gruppe aus den kroatischen katholischen Missionen St. Gallen und Schaffhausen-Frauenfeld nach Malta. Im Interview mit Kirche ohne Grenzen erzählt er von der ersten Pilgerfahrt seines Lebens.

Was hat Sie dazu bewogen, diese Pilger­reise zu wagen ?
Während der Coronazeit habe ich meinen Weg zum Glauben neu gefunden und eine Bekehrung erfahren. Damals beschloss ich auch, dass ich mehr über meinen Glauben lernen möchte. Die Reise nach Malta wurde von unserem Missionar Pater Miljenko Mika Stojić lange beworben, doch irgendwie ging das an mir vorbei. Erst als er mich direkt darauf ansprach, weshalb ich mich eigentlich noch nicht dafür angemeldet hatte, dachte ich mir : « Ja, warum eigentlich nicht ? » So machte ich mich an einem Dienstag im April gemeinsam mit 50 weiteren Gläubigen auf den Weg. Unsere Gruppe war gemischt ; von jungen Gläubigen Anfang zwanzig bis hin zu Pensionierten in ihren Siebzigern. Spannend war für mich, dass Pater Zlatko Ćorić aus der Mission Graubünden und Pater Goran Azinović aus der Mission Zürich mitgekommen sind. Sie sind näm­lich fast gleich alt wie ich, und ich konnte mit ihnen über das auf der Pilger­reise Erlebte und Erfahrene auf einer ganz anderen Ebene diskutieren. Für mich ist eine Pilgerreise nicht nur eine spirituelle, sondern auch eine geschichtliche Weiter­bildung.

Was ist Ihnen am meisten geblieben ?
Jeden Tag besichtigten wir eine andere Stadt und somit auch verschiedene heilige Stätten, Kirchen und Basiliken. Am zweiten Tag feierten wir wie gewohnt die heilige Messe. Es wurde das Evangelium nach Johannes gelesen, in dem Jesus Petrus fragt, ob er ihn liebt. Genau in diesem Moment schaute ich Jesus am Kreuz an und vertiefte mich stark in diese Frage. Es kam mir so vor, als wäre sie mir selbst gestellt worden. Der auferstandene Jesus fragt dies Petrus nämlich drei Mal, genauso oft, wie Petrus ihn in der Nacht vor der Kreuzigung verleugnet hatte. Jesus zeigt uns nur schon durch das Kreuz, wie selbstlos er uns liebt. Wir aber sind oft wie Petrus und scheitern an der selbst­losen Liebe zu Jesus. Die Lesung hat mich sehr berührt. Sie war sehr nahbar und emotional und auch geistlich sehr tief­gehend. Es war eine Bestätigung für mich, wie gross die Liebe Jesu ist. In diesem Moment spürte ich, dass Jesus mich durch die Lesung berührt hat. Es war wie eine Art Meditation, etwas Unerklärliches. 

Wem würden Sie eine Pilgerreise nach Malta empfehlen ?
Obwohl der Glaube seit meiner Kindheit in meinem Leben präsent war und ich in einer gläubigen Familie aufgewachsen bin, habe ich den wahren Glauben erst durch meine Bekehrung erfahren. Durch die Pilgerreise habe ich gelernt, dass man den Glauben nicht nur durch Anbetung, Lobpreis und Ähnliches praktizieren kann, sondern auch durch Wallfahrten wie diese. Die Pilgerfahrt nach Malta war meine erste mehrtägige Reise dieser Art. Ich persönlich kann diese Erfahrung jedem empfehlen, der seinen Glauben wirklich erleben möchte. Denn durch das Hören der Geschichten aus dem Evangelium an den jeweiligen Orten, an denen sie sich ereignet haben, ist man mitten im Geschehen und kann sich direkt in die entsprechenden Situationen hinein­versetzen. Mein grosses Ziel ist es, eines Tages ins Heilige Land zu pilgern, wenn dies wieder möglich ist

Katarina Raguž, 1.6.2026


Stopama svetoga Pavla

Grupa hrvatskih hodočasnika putovala je na Maltu

Sveti Pavao protjeran je iz Jeruzalema oko 60. godine poslije Krista. Zajedno s nekoliko drugih zatvorenika putovao je brodom iz Palestine u Rim. Kada su prošli otok Kretu, brod je zadesilo veliko nevrijeme te se nasukao na Maltu. Sveti Pavao tamo je proveo tri mjeseca tokom kojih je širio kršćansku vjeru. Nikola Bočkaj je sa skupinom hodočasnika iz misija St.Gallen i Schaffhausen-Frauenfeld putovao na Maltu, te je za Kirche ohne Grenzen pričao o iskustvu svog prvog hodočašća.

Gospodine Bočkaj, što Vas je potaknulo na to hodočašće ?
Tokom vremena korone doživio sam obraćenje te odlučio steći duble poznavanje svoje vjere. Zajedno s pedesetak drugih vjernika pošao sam zato u travnju 2026. na hodočašće na Maltu. Posebno mi je bilo zanimljivo što su na tom hodočašću bili i fra Zlatko Ćorić iz misije Graubünden, te fra Goran Azinović iz misije Zürich. Obojica su mojih godina te sam tako mogao diskutirati o vjeri na potpuno drugoj razini nego do sada.

Što Vas se najviše dojmilo ?
Drugi dan hodočašća slavili smo svetu misu te se čitalo evanđelje po Ivanu, kada je Isus tri puta upitao Pavla voli li ga on. Točno u tom trenutku uputio sam pogled prema raspelu te sam imao osjećaj kako je to pitanje upućeno upravo meni. Često smo naime mi vjernici kao sveti Petar, koji je noć prije Isusovog raspeća tri puta zanijekao Isusa, dok nas Isus bezuvjetno ljubi. U trenutku čitanja osjetio sam Isusovo prisustvo i njegov dodir.

Kome biste preporučili takvo hodočašće ?
Iskustvo hodočašća bih preporučio svakome, tko zaista želi doživjeti svoju vjeru. Jer slušanjem tekstova Svetoga pisma na onim mjestima, gdje su se pojedini događaji i dogodili, najbliži smo svojoj vjeri. Moj najveći cilj je jednoga dana hodočastiti u Svetu zemlju.

Nikola Bočkaj vor der Basilika ta' Pinu auf der Insel Malta
Quelle: zVg
Nikola Bočkaj vor der Basilika ta' Pinu : Für ihn war die erste Pilgerreise ein prägendes Erlebnis.

 

Kroatische Pilgergruppe aus der Mission St. Gallen und Schaffhausen-Frauenfeld in der Basilika ta' Pinu auf Malta
Quelle: zVg
Die kroatische Pilger­gruppe bewundert die grossartige Architektur in der Basilika ta' Pinu, einer der meist­besuch­ten Orte auf der Insel Gozo, einer Nach­bar­insel von Malta, die zur Inselgruppe der Republik Malta gehört.

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