Pfarreiblatt der Bistumskantone
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Aktuelle Ausgabe Nr. 8

Tanz der Unabhängigkeit

Wenn Tanz Heimat vermittelt

Um der Heimat nahe zu sein, braucht man nicht mehr kilometerweit zu fliegen. Es genügt, sich vom albanischen Ensemble Arbëresha und seinen Darbietungen in eine andere Welt entführen zu lassen. Arbresha Uka berichtet über die Bedeutung des Tanzes und der Verbindung zu historischen Ereignissen sowie die dabei entstehenden Heimatgefühle.

Über welche besonderen Erlebnisse können Sie in Ihrer Zeit als Mitglied des Ensembles Arbëresha berichten?

Für den 12. Geburtstag des Ensembles Arbëresha wollten wir für unsere Zuschauer etwas ganz besonderes kreieren. Wir hatten uns für einen Tanz entschieden, welchen wir «Vallja e Pavarësisë» tauften, was übersetzt «Tanz der Unanbhängigkeit» bedeutet. Wir haben lange daran gearbeitet und sehr viel Zeit und Emotionen investiert. Wir wollten unseren Zuschauern damit den schweren, steinigen aber auch schönen Weg bis zum Tag der Unabhängigkeit von Kosovo näherbringen. Mein Tanzpartner und ich hatten das Glück, dass wir die Hauptrollen übernehmen durften. Für mich war dies eine schöne Erfahrung und ein unvergesslicher Moment. Ein weiteres besonderes Erlebnis feierten wir im Januar: Zum 550. Todestag von Gjergj Kastrioti wollten wir ein Choreodrama aufführen. Gjergj Kastrioti wird vom albanischen Volk bis heute als Nationalheld gefeiert, da er – obwohl er von den Osmanen erzogen wurde – für das albanische Volk kämpfte und es durch seinen Einsatz auch vom osmanischen Reich befreite. Wir haben unseren Zuschauern mit Tanz und Schauspiel ihre Geschichte vorgeführt. Es war für uns ein sehr emotionales Fest. Ein Erlebnis, welches wir und unsere Zuschauer so schnell nicht wieder vergessen möchten.

Welche Geschichte steckt hinter dem Namen des Ensembles Arbrësha und welchen Zusammenhang hat er mit Ihrem Vornamen?

Mein Name und der Name des Ensembles haben die gleiche Bedeutung. Der Begriff «Arbëresh» bedeutet «Albaner». Nach dem Tod von Gjergj Kastrioti im Jahr 1468 gab es eine grosse Flüchtlingswelle und viele Einheimische flüchteten von Albanien nach Italien. Die «Arbëresh» brachten, ausser ihrer Sprache und ihrer Religion, auch verschiedene Bräuche und Sitten mit in die neue Heimat. Das hat die Gründer unseres Ensembles sehr inspiriert, denn auch unsere Grosseltern und Eltern haben ihr Heimatland verlassen – aber niemals vergessen, wo ihre Wurzeln liegen. Deshalb trägt unser Ensemble, wie auch ich, heute noch mit Stolz den Namen «Arbëresha».

Frau Uka, Sie sind bereits seit seiner Gründung Mitglied des Ensembles Arbrësha. Was motiviert Sie, nach so vielen Jahren immer noch ein Teil davon zu sein?

Die Verbindung zwischen dem Tanz und meinem Heimatland wurde mit den Jahren immer grösser. Ich fühle mich meinem Heimatland, dem Kosovo, sehr verbunden und daher erfüllt es mich mit Stolz, dass ich mit dem Tanzen zumindest ein Stück weit die albanische Kultur präsentieren und den Zuschauern näherbringen kann.

Welche Verbindung hat das Ensemble Arbrësha mit der Albanermission und welches Gefühl entwickelt sich bei Ihnen vor einem Auftritt?

Die Albanermission im Thurgau gibt es seit 15 Jahren. Bei der Gründung des Ensembles im Jahre 2003, haben viele katholische Albaner, die in der Albanermission tätig waren und immer noch sind, mitgewirkt. Ich selbst bin seit der Gründung ein Mitglied dieses Ensembles. Dennoch überkommt mich vor dem Auftritt ein Gefühl der Nervosität, aber natürlich auch der Freude, denn wir liefern den Zuschauern immer Gänsehautmomente und erfüllen sie mit Stolz. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass wir ihnen mit unserem Tanz ein Stück Heimat näherbringen.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Interview & Übersetzung: Aleksandra Gjergji

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Vallja e Pavarësisë

Kur vallja transmeton ndjenja të Atdheut

Të jesh i afërt me Atdheun tënd, më nuk do të thotë që duhet të fluturosh me kilometra të tëra-thjesht duhet të hapësh sytë dhe të lejosh vetën, për shembull të hysh në botën e grupit shqiptar të vallëve «Ansambli Arbëresha» me shfaqjet e tyre. Arbresha Uka na tregon mbi rëndësinë dhe lidhjen e vallëzimit me ngjarjet historike, si dhe me ndjenjat për Atdheun që rezultojnë nga aktivitet e Ansamblit Arbëresha.

Çfarë përvojash të veçanta mund të na tregoni për praninë Tuaj në Ansamblin Arbëresha?

Për ditëlindjen e 12-të të Ansamblit Arbëresha, donim të krijonim diçka shumë të veçantë për shikuesit tanë. Ne vendosëm për një valle të cilën e quajtëm «Vallja e Pavarësisë». Kemi punuar dhe kemi investuar shumë kohë dhe emocione në të. Me këtë vallëzim donim t'iu afronim shikuesve tanë rrugën e vështirë, por edhe të bukur, deri në ditën e Pavarësisë së Kosovës (2008). Partneri im i vallëzimit dhe unë ishim me fat që të merrnim rolet kryesore. Me një paraqitje në rroba ushtarake ne mund t'i jepnim valles diçka më të veçantë. Për mua, kjo ishte një eksperiencë e këndshme dhe një moment i paharrueshëm. Përvoja e dytë e veçantë ishte këtë vit në 14 vjetorin tonë. Për 550 vjetorin e vdekjes së Gjergj Kastriotit, siç u përmend më herët, donim t'i kushtonim atij një koreodramë. Ne prezantuam historinë e tij për spektatorët tanë me valle dhe dramë. Ishte një festë shumë emocionale për grupin tonë. Një përvojë që ne dhe shikuesit tanë nuk do ta harrojmë lehtë.

Znj. Uka, ke qenë me grupin e vallëzimit Arbëresha për 14 vjet, çfarë ju motivon që të vazhdoni të jeni pjesë e këtij Ansambli pas kaq shumë vitesh?

Lidhja dhe dashuria mes vallëzimit dhe Atdheut tim u rrit me kalimin e viteve. Unë ndihem shumë e lidhur me atdheun tim, Kosovën, prandaj jam krenare që përmes vallëzimit, mund ta prezantoj së paku pjesërisht kulturën shqiptare dhe ta sjell atë më afër shikuesve tanë.

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Tanz und Kostüme sind Ausdruck von Freude und Erinnerung an die Heimat.
Arbresha Uka ist in der Schweiz geboren, ihre Wurzeln sind im Kosovo.


Bilder: Arbresha Uka
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