Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
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Ausgabe Nr. 8

Editorial

Am 22. April wird in über 175 Ländern der «Tag der Erde» begangen. Er ist meist mit einem bestimmten Schwerpunkt oder Motto verbunden. So fanden letztes Jahr an diesem Tag Proteste gegen die Leugnung des Klimawandels und in über 600 Städten ein «Marsch für die Wissenschaft» statt. Dieses Jahr geht es um nachhaltige Mobilität. Der Gedenk- und Aktionstag hat seine Wurzeln in den Vereinigten Staaten. Seit 1990 erlangte er mehr und mehr internationale Bedeutung, vor allem im Vorfeld der Umweltkonferenz 1992 in Rio de Janeiro. Im Jahr 2009 wurde er schliesslich auf Vorschlag der bolivianischen Regierung von der UN-Generalversammlung zum Internationalen Tag der Mutter Erde erklärt. Ziel des Aktionstages ist es, die Wertschätzung der Umwelt zu stärken und das eigene Konsumverhalten zu überdenken.

Solche Tage sind wichtig. Es gibt aber auch andere Wege, unserem blauen Planeten etwas Gutes zu tun. Einer beginnt damit, dass ich mich für ein kleines Detail aus unserer grossen Natur interessiere, z. B. ein Tier beobachte, mich mit seinen Eigenheiten vertraut mache, mich darüber eingehend informiere. Oder ich ziehe eine Pflanze gross, verfolge ihre Entwicklung und versuche herauszufinden, was ihr gut tut und was nicht. In jedem Fall tut sich mir dabei eine neue Welt auf. Mir erschliessen sich ungeahnte Zusammenhänge, ich bin fasziniert von der Perfektion im Kleinen und oft muss ich einfach nur staunen. Wer staunt, vergisst nicht und tritt auch nicht mit Füssen. Er begegnet dem Leben um sich herum mit Achtung und entwickelt die Fähigkeit, achtsam damit umzugehen. Menschen für Pflanzen und Tiere, für Flüsse, Wüsten und Urwälder zu begeistern, ist meiner Ansicht nach eines der besten Umweltschutzprogramme. Es weckt auch die Bereitschaft, sich mit aller Kraft für den Erhalt unserer Erde einzusetzen.

In diesem Sinne möchten Sie die folgenden Seiten in die Welt der Bienen entführen, zum Staunen bringen und in diesen Frühlingstagen die Augen öffnen für weitere Wunder der Schöpfung.

Detlef Kissner

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