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Aktuelle Ausgabe Nr. 17

«Komm an die Grenze»

Am 19. September ist Bistumsjugendtreffen in Stein am Rhein

Zusammen mit der Bistumsleitung und knapp 100 freiwilligen Helfern aus der Region erwarten die kirchlichen Jugendfachstellen im Thurgau und im Kanton Schaffhausen das Bistumsjugendtreffen 2010: In Stein am Rhein und auf der Insel Werd wird am 19. September gefeiert, getanzt, gerappt. Jugendliche und junge Erwachsene ab 15 Jahren aus dem ganzen Bistum sind angesprochen.

Daniel Raschle, der die Jugendarbeit der Katholischen Landeskirche in Schaffhausen leitet, erinnert sich an sein eigenes erstes Bistumsjugendtreffen: «Damals blieben wir noch über Nacht dort; die Stimmung war aussergewöhnlich!» Später machte er auch ernüchternde Erfahrungen, und seit er selbst mit Jugendlichen solche Anlässe besucht, weiss er, wie er sich einen gelingenden Anlass vorstellen kann. Zusammen mit der Juseso und Jungwacht und Blauring Thurgau meldete er sich vor zwei Jahren in Solothurn: «Wir wollten das Bistumsjugendtreffen in die Ostschweiz holen!»

Illustre Gäste: Bischof Haddat und Marcel Hug
«Komm an die Grenze» lautet das Motto, und damit ist natürlich mehr als nur eine Einladung in die Randregionen des Bistums Basels gemeint. Die «Grenzen» sollen vor allem in den Ateliers am Nachmittag erfahren werden; «aber nicht im Sinne von waghalsigen, abenteuerlichen Manövern, sondern von echten persönlichen Grenzerfahrungen», meint Daniel Raschle. Zwar gibt es durchaus einige technische Herausforderungen – wie das Stapeln von Harrassen, wenn man über einen Kran an einem Seil gesichert ist –, kreative Ateliers wie Volkstanz, Malen und Rappen, aber auch Gelegenheiten «zu hören, wie andere Menschen Grenzerfahrungen machen», erzählt Daniel Raschle. Dazu haben die Veranstalter Bischof Haddat aus dem Libanon eingeladen, der von seiner seelsorgerlichen Arbeit inmitten feindseliger Religionsgruppen erzählt, aber auch Marcel Hug, der als Rollstuhlsportler Rekorde aufgestellt hat. Für das Bistumsjugendtreffen 2010 haben die kirchlichen Fachstellen insbesondere kirchlich organisierte Gruppen und Jugendarbeitende angesprochen, die «breite katholische Jugend» sozusagen aus dem ganzen Bistum Basel. Ab 10 Uhr am Vormittag steht das Gelände zur Ankunft bereit.

Gegen ein Antragsformular erhalten die Jugendlichen einen Pass mit Informationen. Schon der Weg vom Bahnhof in Stein am Rhein ist entsprechend vorbereitet: Auf einem «Grenzweg» müssen sich die Neuankömmlinge Gedanken um Ihren «Tages-Code» machen; während sie gleichzeitig den «Glaubens-Scanner» durchlaufen, den eine Theatergruppe eigens vorbereitet. Bei der «Kleinen Schanze» ist man schliesslich angekommen: Dort erhalten die Jugendlichen ihren Pass mitsamt allen Informationen rund um den Jugendtag und den Liedern für den Gottesdienst. Bei schlechtem Wetter besteht noch die Möglichkeit, in die Kirche Burg auszuweichen.

Die Vorbereitung steht
Begrüsst werden die Gäste durch Weihbischof Denis Theurillat. Um halb zwölf starten die Ateliers. Die Verpflegung kann von den Besuchern selbst mitgebracht werden, aber verschiedene Gruppen bieten auch Verköstigung direkt vor Ort an, Risotto und Hamburger stehen schon fest auf dem Programm. Den Abschluss des Bistumsjugendtreffens wird ein Gottesdienst auf der Insel Werd bilden: «In der Eucharistiefeier hat der Rapper Knackeboul einen Auftritt, ausserdem planen wir ein paar spannende Aktionen, wenn wir die Codes mit Leuchtschrift erscheinen lassen oder Fotos machen, die anschliessend in den Pass geklebt werden können», kündigt Daniel Raschle an.

In der Organisation ist das Jugendtreffen breit abgestützt: Zwischen 80 und 100 freiwillige Helfer konnten die Fachstellen aus der unmittelbaren Umgebung rekrutieren. Damit wird deutlich: Thurgau und Schaffhausen laden ein – und sind gut vorbereitet!

Ann-Katrin Gässlein

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«Wie wollen auch erfahren, wie andere
Menschen Grenzerfahrungen machen.» Daniel
Raschle leitet die Jugendarbeit der Katholischen
Landeskirche Schaffhausen.

Bild: akg





Das Bistumsjugendtreffen ist eine Einrichtung mit Tradition: Seit vielen Jahren findet der Anlass an wechselnden Orten statt.

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