Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
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Ausgabe Nr. 7

«Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…» (Mt 4,4)

Karfreitag – ein Fast- und Abstinenztag

Gefastet wird heute aus den verschiedensten Gründen: sei es zu «Gewichtskorrekturen» oder aus gesundheitlichen, aber auch aus spirituellen Gründen. Die katholische Kirche hat zwei besondere Tage des Kirchenjahres als Tage des Fastens und der Abstinenz festgelegt: Aschermittwoch und Karfreitag.

An diesen Tagen sollen sich die Gläubigen nur einmal sättigen (Fasten), wobei zwei kleine Stärkungen erlaubt sind, und kein Fleisch essen (Abstinenz). Diese äusseren Zeichen wollen auf etwas Geistiges hinweisen, sie stellen an sich für Erwachsene, gesunde Menschen keinen allzu grossen Verzicht dar, wollen aber aufzeigen, dass es auch eine geistige Ebene gibt, die gepflegt werden muss.

Aus den Evangelien ist bekannt, dass Jesus selbst gefastet hat – 40 Tage lang in der Wüste, als Vorbereitung vor seinem öffentlichen Auftreten: «Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger. Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.» (Mt 4,2-4). Durch diesen Verzicht auf das Essen, aber auch auf die anderen Sinne wie Augen, Ohren, etc., sollen die Menschen empfänglicher für das Aufnehmen des Wortes Gottes werden, so scheint es Jesus im Evangelium sagen zu wollen.

Verzichten, um zu empfangen

Sicherlich erhält das Fasten am Karfreitag noch eine zusätzlich Symbolik – der Tod Jesu soll auch auf den Tod aller Menschen verweisen, auf das Absterben von alldem, was von Gott fernhält, damit Auferstehung geschehen kann. Diese Tradition der Kirche kann gerade heute helfen, sich darauf zurückzubesinnen, dass man nicht nur auf das Materielle schauen, sondern, indem man sich «körperlich» leer macht, den Hunger anderswo zu stillen versucht, nämlich bei Gott. Heute ist oft das Wissen und das Verständnis des Fastens in diesem Sinne verloren gegangen, das Fasten wird oft nur noch damit begründet, dass es gesund ist für den Körper; die Kirche will uns aber helfen zu verstehen, dass es auch für den Geist gesund ist. Dieses «leer» werden vom Materiellen hilft, Platz zu machen für das Wort Gottes.

Zudem soll der Verzicht Solidarität mit den Ärmeren schaffen, mit den Hungernden, so wie es in den urchristlichen Gemeinden gemacht wurde, als die Gläubigen aufgefordert wurden, den Armen das zu geben, was sie dank des Fastens zur Seite gelegt hatten. Gott ist die Liebe, steht im Evangelium, und alle Menschen brauchen Sein Wort, Seine Liebe, damit sie wiederum ihre Mitmenschen lieben können. Und genau dies ist ja das Herz des christlichen Glaubens, die Auferstehung, Ostern…

Am Karfreitag keine Kommunionsausteilung?

Während früher das Fasten und die Abstinenz in der Kirche viel strenger vorgeschrieben waren, wird es heute ausser am Aschermittwoch und am Karfreitag dem einzelnen Gläubigen überlassen, wie er sich während der Fast- und Busszeit am Besten auf das Osterfest vorbereiten kann. Da es vermehrt eine individuelle Entscheidung ist, ist es sehr schwierig zu sagen, ob es grosse Unterschiede zwischen Italien und der Schweiz gibt. Eine Besonderheit des Fastens am Karfreitag, die in manchen Pfarreien in der Schweiz praktiziert wird, jedoch in Italien unbekannt ist, ist der «Verzicht» auf die Kommunionausteilung am Schluss der Karfreitagsliturgie. In jeder Messfeier wird des Todes und der Auferstehung Jesu gedacht, bei der eucharistischen Wandlung vollzieht sich dieses Opfer bei jeder Messfeier von neuem.

Am Karfreitag, in der Karfreitagsliturgie, gedenken die Gläubigen der Passion und des Todes Jesu selbst und aus diesem Grund wird keine Messfeier zelebriert, es ist jedoch an sich nicht vorgesehen, dass auf den Empfang der Hl. Kommunion verzichtet werden soll. Über Genaueres zur Karfreitagsliturgie informiert der ehemalige Pfarrer Don Vicenzo Carone, der heute in Einsiedeln lebt (Interview). Papst Benedikt XVI. hat in seiner Botschaft für die Fastenzeit für das Jahr 2009 den Sinn des Fastens für die Kirche heute so dargestellt: «Die österliche Busszeit werde … in jeder Familie und in jeder christlichen Gemeinde genutzt, all das fernzuhalten, was den Geist ablenkt und all das zu fördern, was die Seele nährt und sie für die Gottes- und Nächstenliebe öffnet. Ich denke hier insbesondere an vermehrten Eifer im Gebet, …, im Empfang des Sakraments der Versöhnung und in der Mitfeier der Eucharistie, vor allem der Sonntagsmesse.»

Text und Bilder: Donata Bricci

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«Venerdì Santo è il giorno in cui Cristo è morto»

Che cos’è il digiuno, come viene vissuto?

Il digiuno per il credente, nel senso di lasciare il cibo, è ridotto a poco ed è piuttosto una piccola mortificazione corporale. Il digiuno però che il Concilio Vaticano II ha voluto riportare nella Chiesa è quello della Bibbia, cioè quello di vivere il cuore contrito ed umiliato, cioè fare penitenza per i propri peccati. La Chiesa non prescrive più nei particolari come deve essere vissuto il digiuno, è il singolo che deve sapere, nella sua vita, quali sono le cose di cui si deve privare per vivere la sua santità – è questo il più bel digiuno: non fare il male e fare invece la volontà di Dio, fare il bene.

Che particolarità c’è per il digiuno del Venerdì Santo?

Il digiuno e l’astinenza del mercoledì delle ceneri e del Venerdì Santo sono una rinuncia ormai molto limitata, si può fare un pasto al giorno, si può mangiare qualcosa al mattino e qualcosa alla sera. Il digiuno si vive però principalmente nella Liturgia, che ci mette in contatto con la passione, morte e risurrezione di Cristo: il Mistero pasquale. Quando si vive nella passione di Gesù, mediante la meditazione e la preghiera, viene spontaneo allontanare dalla propria vita tutto quello che offende Dio e di andare alla ricerca di tutto quello che mi aiuta a stabilire un rapporto.

In alcune parrocchie in Svizzera c’è l’usanza di non distribuire la comunione il Venerdì Santo, c’è questa tradizione anche in Italia?

A mio sapere non c’è questa usanza. Il Venerdì Santo è il giorno in cui Cristo è morto in croce e nella Messa celebriamo Cristo che muore in croce. Per questo la Chiesa ha sempre trovato un controsenso celebrare la Messa quando c’è la Celebrazione della Passione e morte di Cristo e questo è il motivo per cui non si celebra l’Eucaristia il Venerdì Santo. Non viene però impedita l’unione con Cristo nell’Eucaristia. È stato tolto soltanto il Sabato Santo – in questo giorno la comunione è prevista soltanto per i moribondi – proprio per questo motivo, per concentrare la propria spiritualità verso il mistero della morte e risurrezione di Gesù.

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Albanisch: «Ohne Liebe werden Kinder aggressiv»

Kroatisch: Christus segne dieses Haus!

Italienisch: Die schönste Nonne muss weiter anonym bleiben

Spanisch: Spaniens Kirche und Lateinamerikas Religion

Albanisch: Lausche nach innen!

Kroatisch: Ganze Familien tanzen Folklore

Portugiesisch: Jedes Haus wurde vom Pfarrer gesegnet

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Kroatisch: Vier Tage zwischen Assisi, Collavakenza und La Verna

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Kirche ohne Grenzen 2012

Kirche ohne Grenzen 2011

Kirche ohne Grenzen 2010

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Am Karfreitag, in der Karfreitagsliturgie, gedenken wir der Passion und des Todes Jesu selbst.
Donata Bricci (37) ist zweisprachig und «multikulturell» aufgewachsen. Sie lebte in Florenz, Mailand und Liechtenstein, studierte in Österreich und lebt seit drei Jahren in Rickenbach
bei Wil. Sie arbeitet als Assistentin beim Rat der europäischen
Bisch
Non fare il male e fare invece la volontà di Dio, fare il bene: Don Vincenzo Carone
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