Editorial
Neben den guten Vorsätzen zum Jahresbeginn ist nichts so verführerisch wie das Erstellen von Prognosen. Was unsere Kirche angeht, so gibt es hinsichtlich ihrer Zukunft wohl ebenso viele Prognosen wie die Kirche selbst Mitglieder hat. Manche sind einleuchtend, manche haarsträubend. Eine kommt mir aber sehr plausibel vor:
Die Kirche in der Schweiz wird immer mehr zur Weltkirche im Kleinen. Im Pfarreileben wird, parallel zum europaweiten Trend, Integration gerufen, aber Zusammenwachsen gemeint. «Einheimische» und «Anderssprachige» sollen nicht jahrzehntelang unbemerkt nebeneinander existieren.
Nicht an allen Orten klappt das reibungslos. Oft sehen sich die «Einheimischen» mit einer anderen Frömmigkeit, einem anderen Kirchenbild, auch einem anderen Verständnis über die Rolle von Frauen und Laien in der Kirche konfrontiert. Sind schon viele «Anderssprachige» als Freiwillige aktiv und interessieren sich auch zunehmend Personen mit Migrationshintergrund für kirchliche Berufe, so gibt es nur wenige, die sich in staatskirchenrechtlichen Körperschaften – einer typisch schweizerischen Eigenheit – engagieren. Auf der anderen Seite kann die Zusammenarbeit mit Anderssprachigen erstaunen und beschämen: In den «Missionen» trifft man auf eine kirchliche Kultur, die Begeisterung für den Glauben kennt und zeigt, die nicht ausschliesslich die säkulare Welt zum Massstab nimmt und keine Spur von Pessimismus an den Tag legt.
Als «forumKirche» vor einem Jahr die Berichte von vier Personen in die Originalsprachen übersetzen liess, waren wir über das breite Echo erstaunt. Schon bald entstand der Plan, ein regelmässiges Gefäss zu schaffen, das Menschen in der anderssprachigen Seelsorge anspricht – die Rubrik «Kirche ohne Grenzen». Auf einen Aufruf hin haben sich mehrere junge Menschen gemeldet, die nun selbst journalistisch tätig werden und einen wichtigen Beitrag für die gegenseitige Annäherung in unserem kirchlichen Leben leisten. Den Anfang macht Albert Ramaj aus dem Kosovo, der mit einer Schweizerin verheiratet ist und in St. Gallen lebt – mit einem Portrait über die Provinzoberin Schwester Mariana in Kallmet, Albanien (Seite 26).
A. Gässlein
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Albanisch: «Ohne Liebe werden Kinder aggressiv»
Kroatisch: Christus segne dieses Haus!
Italienisch: Die schönste Nonne muss weiter anonym bleiben
Spanisch: Spaniens Kirche und Lateinamerikas Religion
Albanisch: Lausche nach innen!
Kroatisch: Ganze Familien tanzen Folklore
Italienisch: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein...
Portugiesisch: Jedes Haus wurde vom Pfarrer gesegnet
Albanisch: Herzliche Einladung, verpackt in Kinderstimmen
Spanisch: «¡Un nuevo mundo se abrió para mí!»
Tamilisch: Schwarz bin ich, doch schön...
Italienisch: Eine Patenschaft für Kinder in Äthiopien
Albanisch/Spanisch: Eine bewusste Antwort
Kroatisch: Vier Tage zwischen Assisi, Collavakenza und La Verna
Malayalam: «Kulturelle Elemente aus Indien...»
Französisch: «Mauritius, Antonius und Monika waren Afrikaner»
Albanisch: «Zeichen für Integration und christliche Gemeinschaft»
Spanisch: «Ein Consiglio Pastorale hilft den Missionaren»
Portugiesisch: «Rosenkränze für eine bessere Welt»
Italienisch: «Seelsorge als echte Sorge um die Seele»
Kroatisch: «Eine Offenbarung des gleichen Glaubens»
Albanisch: Katedralja e Nënë Terezë dhe lindja e një shteti të ri
Türkisch: Ein Helfer in vielen schwierigen Situationen
Portugiesisch: Baumstamm auf dem Kirchplatz und ein voller Esstisch
Chinesisch: Eine chinesische Mission im Aufbruch
Kroatisch: Die Sprache ist weiterhin eine Barriere
Italienisch: Der heimliche Beschützer der Liebenden
Albanisch: «Den Menschen nahe sein, wo ich nur kann!»
Italienisch Musik und Tanz verkünden die Frohbotschaft
Kroatisch: Nachrichten auf Italienisch, Slowenisch, Kroatisch . . .
Philippinisch: «Ins Kloster als Bruder auf Zeit»
Spanisch: «Compartir» – Teilen als verbindende Kraft
Portugiesisch: «Als Freund und Pfarrer wahrgenommen»
Albanisch: «Ich war dankbar und berührt»
Französisch: «Freundliche Blicke, zärtliche Gesten…»
Kroatisch: Wahrscheinlich bald wieder nach Rom
Italienisch: Begegnung, Kultur und gemeinsames Feiern
Thailändisch: Erkenne dich selbst
Spanisch: La virgen de Guadalupe
Albanisch: Albanischer Kulturverein als Hilfe zur Selbsthilfe
Portugiesisch: «Seelsorge interessiert auch die Schweizer Muslime»
Italienisch: «Solo chi conosce potrà amare realmente»
Polnisch: «Mission und Ortskirche müssen Einheit werden!»
Kroatisch: «Für alle, die in Christus entschlafen sind!»
Albanisch: Zentrum für sechs kosovarische Volksgruppen
Spanisch: Pressebres vives, Baile de los Seises, Empanadillas...
Holländisch: Samichlaus mit Schimmel und Dampfschiff
Albanisch: «Buzmit - Mythologie trifft Weihnachtsglauben»
Mazedonisch: «Für das Lob Gottes gilt nur die menschliche Stimme!»
Philippinisch: «Tahanang Walang Hagdanan» - Haus ohne Stufen
Italienisch: «Vom Strassenbau ins Priesterseminar»


