Pfarreiblatt der Bistumskantone
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Ausgabe Nr. 3

Die schönste Nonne muss weiter anonym bleiben

In Süditalien scheiterte ein «Schönheitswettbewerb für Nonnen»

Im Sommer 2008 rief der süditalienische Passionistenpater Antonio Rungi aus Montragone Caserta alle Nonnen und Ordensschwestern zu einem Schönheitswettbewerb: «Concorso Sister Italia 2008. La suora piu bella d’italia» oder zu Deutsch: «Wettbewerb Schwester Italiens 2008. Die schönste Nonne Italiens.»

Im September sollten die schönsten Schwestern im Alter von 18 bis 40 Jahren gewählt werden. Die Idee soll von einigen Schwestern gekommen sein, die ihm ein Mitmachen versicherten. Die Konkurrentinnen würden nicht im Bikini antreten müssen, sondern hätten lediglich die Wahl gehabt, ob sie sich mit oder ohne eine Kopfbedeckung oder sogar mit üblichen Kleidern auf dem Laufsteg präsentieren wollten. Das Ziel des Wettbewerbs: Die schönste Nonne des Landes sollte im Internet einen positiven Aspekt des Lebens und den Tagesablauf einer frommen und seriösen Ordensschwester zeigen. Ausserdem wollte der Pater beweisen, dass es nicht nur die Schönheitsideale der Stars im Fernsehen gibt, sondern auch ein eher keusches Ideal, das aus den Herzen kommt.

Verschiedenen italienischen Zeitungen teilte der Pater mit, dass heutzutage nicht alle Nonnen alt und trübselig seien. In Italien gebe es zahlreiche, lebhafte und schöne Nonnen, und ausländische Schwestern, die ursprünglich aus Afrika und Lateinamerika stammen, seien besonders hübsch. Da in den Augen des Theologen, Philosophieprofessors und Journalisten Pater Antonio Rungi eine solche Schönheit eine «Gabe Gottes» sei, lud er die Nonnen ein, ihm ihre Fotos zu senden, die er auf seine Website schaltete. Besucher der Website aus der ganzen Welt hatten einen Monat lang Zeit, die schönste Schwester des Jahres zu bestaunen und zu wählen. Würde es bald eine Miss Sister Italia im Fernsehen geben? Was würde der Vatikan dazu sagen?

Absage, um die Teilnehmerinnen zu schützen

Endlich mal ein längst überfälliges Novum? Fehlanzeige! Wegen negativer Reaktionen und teilweise wütenden Protesten von Seiten vieler Gläubiger musste Pater Antonio Rungi sein Vorhaben eines Schönheitswettbewerbs aufgeben. Den Blog auf www.myblog.it, der bereits zahlreiche Bewerbungsfotos enthielt, hat er geschlossen, um die teilnehmenden Konkurrentinnen zu schützen. Seit dem beschwert sich Pater Rungi, dass seine Schönheitsinitiative absichtlich völlig missverstanden wurde, um daraus einen Mediennutzen zu ziehen. Dabei ist er selbst für öffentlichkeitswirksame Auftritte bekannt. Nicht zuletzt erhielt er für seine spektakuläre Aktion die Unterstützung von «Deutschland sucht den Superstar»-Jurymitglied Dieter Bohlen. Ob er nicht doch besser auf seine eigene Glaubensgemeinde gehört hätte?

Sara Marinari

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Cosa ne pensa del’ iniziativa di padre Antonio Rungi: «Sister italia, concorso di bellezza per suore”? Immagino che se quest’ iniziativa sarebbe andata a buon fine avrebbe suscitato molto furore e incomprensioni da parte di molta gente. Posso capire che tutto cio’ sembrerà assurdo e inconveniente per la chiesa e le persone credenti. La maggior parte della gente pensa che un concorso di bellezza non dovrebbe aver niente a che fare con la chiesa e il cattolicesimo. Ma se posso esprimere la mia sincera opinione, vorrei dirle semplicemente che non trovo che ci sia qualcosa di male realizzando un concorso di bellezza per suore. Finché le candidate continuano a comportarsi correttamente rispettando la nostra religione e il nostro creatore. Partecipando ad un concorso di bellezza per suore le candidate avrebbero potuto dare l’opportunità di far entrare la gente nel loro proprio mondo facendoli vedere le loro esperienze e i lori lavori quotidiani. Per me fosse stato un bel progetto se lo avessero realizzato. La bellezza non la definisco ne avendo un aspetto da bambola di porcellana ne un fisico ben palestrato ma semplicemente avendo un carattere buono, gentile, simpatico ma anche stando bene con se stessi e con le persone che si ha torno Sono sicura che avremmo avuto delle candidate interessanti, da qui si avrebbe potuto imparare molto.

Rosemarie di Bettwiesen, Turgovia

Sembra un’iniziativa molto interessante. A me personalmente avrebbe fatto piacere guardare un concorso di bellezza per suore anche magari in tv. Sicuramente molte persone si sarebbero messi davanti alla televisione guardando un evento mai successo. Peccato…

Vernachhio Lidia, Wil (St.Gallo)

Devo dire che questa iniziativa è un po’ scioccante, troppo moderna e non ha alcun rispetto per la nostra santa chiesa. I concorsi di bellezza con ragazze in costume da bagno vanno messi in televisione o nei giornali. Una cosa del genere non va proposta ad una suora. Per me è un’iniziativa troppo incomprensibile.

Marconi Edoarda, Lugano (Ticino)

Non mi sarei dispiaciuto vedere un concorso di suore che in prima linea non pensano sicuramente alla bellezza ne a proporsi in questo modo. Il boycott di questa iniziativa fa vedere quanto la nostra società é chiusa e conservativa.

Alessandro Parisi, Oerlikon (Zurigo)

Ringrazio tutte le persone che hanno partecipato a questo interview

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Albanisch: «Ohne Liebe werden Kinder aggressiv»

Kroatisch: Christus segne dieses Haus!

Spanisch: Spaniens Kirche und Lateinamerikas Religion

Albanisch: Lausche nach innen!

Kroatisch: Ganze Familien tanzen Folklore

Italienisch: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein...

Portugiesisch: Jedes Haus wurde vom Pfarrer gesegnet

Albanisch: Herzliche Einladung, verpackt in Kinderstimmen

Spanisch: «¡Un nuevo mundo se abrió para mí!»

Tamilisch: Schwarz bin ich, doch schön...

Italienisch: Eine Patenschaft für Kinder in Äthiopien

Albanisch/Spanisch: Eine bewusste Antwort

Kroatisch: Vier Tage zwischen Assisi, Collavakenza und La Verna

Malayalam: «Kulturelle Elemente aus Indien...»

Französisch: «Mauritius, Antonius und Monika waren Afrikaner»

Albanisch: «Zeichen für Integration und christliche Gemeinschaft»

Spanisch: «Ein Consiglio Pastorale hilft den Missionaren»

Portugiesisch: «Rosenkränze für eine bessere Welt»

Italienisch: «Seelsorge als echte Sorge um die Seele»

Kroatisch: «Eine Offenbarung des gleichen Glaubens»

Albanisch: Katedralja e Nënë Terezë dhe lindja e një shteti të ri

Türkisch: Ein Helfer in vielen schwierigen Situationen

Portugiesisch: Baumstamm auf dem Kirchplatz und ein voller Esstisch

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Kirche ohne Grenzen 2012

Kirche ohne Grenzen 2011

Kirche ohne Grenzen 2010

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Nonnen aus aller Welt: Die Initiative des Paters stiess nicht überall auf Begeisterung.
Bild: akg
Rosemarie: Per me fosse stato un bel progetto
se lo avessero realizzato.
Fotografia: Sara Marinari
Sara Marinari
(20) stammt aus
Matzingen und ist seit 2007 gelernte Kauffrau.
2009 wird sie nach Lugano ziehen, um dort ein neues Glück anzufangen.
Bild: zVg
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