Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
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Ausgabe Nr. 24

Baumstamm auf dem Kirchplatz und ein voller Esstisch

Portugiesische Traditionen während der Weihnachtsfeiertage

Weihnachten ist in Portugal das bedeutendste Fest des Jahres. Die Grossfamilien auf dem Land feiern gemeinsam mit den Nachbarn. In einigen Dörfern brennt auf dem Kirchplatz ein Baumstamm, der den Menschen Wärme nach der Mitternachtsmesse spendet. In anderen Gegenden sieht man Leute, die von Tür zu Tür gehen und, von Akkordeon, Querflöte, Gitarre oder Mandoline begleitet, Weihnachtslieder singen. Viele Christen schenken dem Christkind in der Krippe während der Mitternachtsmesse ländliche Produkte. «Kirche ohne Grenzen» sprach mit Frau Silva und Frau Carvalho aus Frauenfeld über ihre Traditionen an Weihnachten.

Können Sie uns etwas über die Weihnachtsvorbereitungen erzählen?

Frau Silva: Es fängt schon am 1. Advent an. Die Kinder sammeln Moos, Holz und andere Bastelutensilien und basteln an der Krippe in der Wohnstube. Gleichzeitig schmücken sie auch den Tannenbaum.
Die eigentlichen Vorbereitungen finden dann am 24. Dezember statt: Der Zubereitung des Weihnachtsessens wird besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Den ganzen Tag über werden diverse Spezialitäten für den Heiligabend vorbereitet, bevor dann die ganze Familie zusammenkommt.

Frau Carvalho: In unserer Familie fangen wir schon am Vormittag des 24. Dezember mit der Vorbereitung für das grosse Abendessen an. Die Kinder sind dann überall und sorgen mit ihren Versteck- und Fangspielen für eine festliche Atmosphäre. Besonders nennenswert ist wohl auch der Moment, in dem die Kinder ihre Stiefel vor den Kamin stellen. Der Weihnachtsmann wird sie dann mit Geschenken füllen.

Gibt es spezielle Weihnachtsgerichte?

Frau Silva: Typisches Hauptgericht am Heiligabend ist «Bacalhau», gekochter Stockfisch mit Kartoffeln, Gemüse, Zwiebeln und Eiern in einem guten Olivenöl gegart. Nach dem Hauptmenü wird der Nachtisch serviert: Rabanadas, Filhós, Coscorões, Sonhos, Arroze Doce, Troco de Natal, Aletria und Bolo-Rei sind nur einige von vielen Desserts. Am Weihnachtstag wird gefüllter Truthahnbraten gegessen.

Können Sie uns etwas über Weihnachtstraditionen in Portugal erzählen?

Frau Carvalho: Traditionen lassen mich Weihnachten wie in Portugal erfahren. Eine der schönen Traditionen ist für mich der Baumstamm auf dem Kirchplatz. In portugiesischen Dörfern wird auf dem Kirchplatz ein Baumstamm verbrannt, damit man sich nach der Mitternachtsmesse am Feuer wärmen kann.

Frau Silva: Die Weihnachtstage sind geprägt von Ritualen. Eine der berühmtesten Traditionen ist wohl, den Tisch nach dem Weihnachtsmahl nicht abzuräumen. Der Brauch sagt, dass die Engel die restlichen Speisen essen werden. Für mich klingt es schon mystisch und gehört einfach zur Weihnachtsatmosphäre dazu.

Herzlichen Dank für das Gespräch und ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Mike Qerkini

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O Natal português

«Os dias de Natal estão determinados por tradições e costumes.»

Em Portugal o Natal é festejado como uma das mais importantes festas do ano. Nas zonas menos urbanas é costume que várias famílias se juntem com os seus vizinhos e festejem o Natal em comum. Durante a noite de Natal faz-se uma grande fogueira em frente as igrejas das aldeias, local onde as pessoas se podem aquecer depois da missa do galo. Muitas pessoas oferecem produtos das suas próprias quintas ao menino Jesus no presépio. «Kirche ohne Grenzen» entrevistou a Sra. Carvalho e a Sra. Silva em Frauenfeld, acerca dos costumes e das tradições do seu País pelo Natal.

Na nossa família começamos no dia 24 de Dezembro pela manhã com as preparações para a consoada, a ceia na noite antes do dia de Natal. As crianças recolhem musgo, madeira e outro utensílios para prepararem o presépio para a sala de jantar. E com as suas diversas brincadeiras proporcionam logo uma atmosfera já festiva. A comida típica da consoada é o bacalhau cozido com batatas, verdura, cebolas e ovos, recheado com um bom molho de azeite. Depois seguem as sobremesas típicas para arredondar, as rabanadas, as filhoses, os coscorões, os sonhos, o arroz doce, o tronco de Natal, a aletria e o bolo rei, para nomear apenas algumas das guloseimas típicas do Natal. No dia de Natal é servido o peru assado.

Os dias de Natal estão determinados por tradições e costumes. Uma das mais conhecidas tradições é a de não arrumar a mesa depois da consoada, diz a tradição que os anjos vêem comer também da mesa da consoada. Um pouco misterioso, mas pertence ao ambiente da noite de Natal. Uma outra tradição é a de queimar um grande tronco numa fogueira em frente à igreja, local onde as pessoas se encontram e se aquecem depois de visitarem a missa do galo.

O Natal é uma festa familiar muito importante com muitas tradições.

Desejamos a todos um feliz Natal e um próspero ano novo.

Texto traduzido por Luis Varandas

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Albanisch: «Ohne Liebe werden Kinder aggressiv»

Kroatisch: Christus segne dieses Haus!

Italienisch: Die schönste Nonne muss weiter anonym bleiben

Spanisch: Spaniens Kirche und Lateinamerikas Religion

Albanisch: Lausche nach innen!

Kroatisch: Ganze Familien tanzen Folklore

Italienisch: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein...

Portugiesisch: Jedes Haus wurde vom Pfarrer gesegnet

Albanisch: Herzliche Einladung, verpackt in Kinderstimmen

Spanisch: «¡Un nuevo mundo se abrió para mí!»

Tamilisch: Schwarz bin ich, doch schön...

Italienisch: Eine Patenschaft für Kinder in Äthiopien

Albanisch/Spanisch: Eine bewusste Antwort

Kroatisch: Vier Tage zwischen Assisi, Collavakenza und La Verna

Malayalam: «Kulturelle Elemente aus Indien...»

Französisch: «Mauritius, Antonius und Monika waren Afrikaner»

Albanisch: «Zeichen für Integration und christliche Gemeinschaft»

Spanisch: «Ein Consiglio Pastorale hilft den Missionaren»

Portugiesisch: «Rosenkränze für eine bessere Welt»

Italienisch: «Seelsorge als echte Sorge um die Seele»

Kroatisch: «Eine Offenbarung des gleichen Glaubens»

Albanisch: Katedralja e Nënë Terezë dhe lindja e një shteti të ri

Türkisch: Ein Helfer in vielen schwierigen Situationen

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Kirche ohne Grenzen 2012

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