Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
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Ausgabe Nr. 21

Eine Offenbarung des gleichen Glaubens

Sonntag der Völker steht im Zeichen des Beisammenseins

Vor etwa hundert Jahren hat der Heilige Stuhl die Feier des Tages der Migranten eingeführt und somit katholische Auswanderer aus allen Ländern dazu bewogen, sich aktiv in ihrer neuen Heimat bei der Ortskirche zu beteiligen. Zeitgleich wurden lokale Gläubige dazu aufgerufen, diejenigen zu akzeptieren, die auch wie sie Jesus Christus auf die gleiche Weise feiern. In diesem Sinne ist am 7. November 2009 um 18.30 Uhr in der Stadtkirche St. Nikolaus Frauenfeld eine Eucharistiefeier zum Sonntag der Völker geplant.

Worum geht es eigentlich an diesem Fest? Das Feiern des Sonntags der Völker ist eine Gelegenheit für eine Zusammenkunft von Katholiken, die in der Schweiz leben, aber eine andere Sprache sprechen und aus anderen Nationen stammen. Schon der Völkerapostel Paulus lehrte durch die Ankunft Christi die Gemeinschaft als Volk Gottes. Die Bischofskonferenz der Schweiz legt uns daher diese Gemeinschaft im gemeinsamen Glauben nahe. Mit diesem Hintergrund entstand die Idee einer gemeinsamen Feier am ersten Sonntag nach Allerheiligen – der Sonntag der Völker war geboren.

Mit diesem Tag zeigen die Gläubigen aus verschiedenen Nationen, dass sie der gleichen Kirche angehören und auf dieselbe Weise, nur in einer anderen Sprache, den gleichen Glauben bezeugen – den Glauben an Jesus Christus und durch Ihn den Glauben an den endgültigen Sieg des Lichtes über die Dunkelheit, des Guten über das Böse und des Lebens über den Tod. Aus diesem Grund ist der Sonntag der Völker nicht in erster Linie eine Vorführung anderer Sprachen, Kulturen und Nationalitäten, sondern die Offenbarung des gleichen Glaubens. In den Kantonen Thurgau und Schaffhausen werden Gläubige aus der Schweiz, aus Italien, Spanien, Portugal, Albanien, Ungarn und Kroatien zu einem grossen Volk und feiern den Sonntag der Völker gemeinsam in einem Gottesdienst. Der traditionelle Gottesdienst fängt mit Begrüssungen in den jeweiligen Fremdsprachen an. Auch wenn die Feier grossteils in Deutsch gehalten wird, erklingen die Lesungen und Lieder wiederum in anderen Sprachen. Zwischen den Fürbitten und dem eucharistischen Hochgebet folgt die Ga benprozession: Junge Gläubige tragen in Volkstracht verschiedene Speisen als Gaben zum Altar. Der Apéro nach dem Gottesdienst lädt mit den verführerischen Speisen aus verschiedenen Nationen zum gemütlichen Beisammensein. Für eine spannende Unterhaltung sorgen junge Leute mit traditionellen Tänzen. So erklärt Pater Branko Rados im kroatischen Interview: «Menschen, die an solchen Feiern teilnehmen, sind oft mit besonderen Erfahrungen bereichert. Sie sind offener und toleranter.»

Franjka Pavic

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Dan za budućnost

U Subotu 7. studenog u Frauenfeldu u crkvi Sv. Nikole održat će se Dan Naroda. I Hrvatska Misija će sudjelovati tom danu. «Crkva bez granica» razgovara sa fra Brankom Radoš o iskustvu i organizaciji tog susreta.

P. Branko, koji je Vaš zadatak na Danu naroda?

Hrvatska zajednica će slaviti Dan naroda u Frauenfeldu, Kreuzlingenu i Schaffhausenu. Kao svećenik sam prisutan i zajedno s drugim svećenicima slavim svetu misu, a imam dužnost i animirati vjernike i organizirati njihovo sudjelovanje, kako u liturgijskom dijelu, tako i u druženju koje nakon toga slijedi.

Što se odigrava u pozadini? Naprimjer kod priprema?

Proslava Dana naroda ne iziskuje velike pripreme, jer ne radi se o manifestaciji za javnost, nego o međusobnom susretu u Kristu onih koji samo govore drugim jezikom, ali unatoč tomu se dobro razumiju. Svakako prije same proslave postoje sastanci na kojima se dogovori tijek liturgije, te međusobno druženje potom. Naime nakon svete mise vjernici pripreme ponešto od kulinarskih specijaliteta svoga naroda, tako da se i na taj način međusobno obogatimo.

Što je Vaše očekivanje od Dana naroda?

Osobno držim da je susret ove vrste jako važan, jer je on prigoda upoznati one koji su nam jako slični, ali nam se nerijetko zbog jezične barijere učine dalekima ili tuđima. Redovito ovi susreti potaknu i na druga korisna druženja. Očekujem svakako da će se veliki broj vjernika svih nacionalnosti odazvati i da će nas ovaj susret, koji nije običan susret, nego poseban - susret oko Kristova oltara i susret u molitvi, još više povezati.

Koja su Vaša očekivanja od osoba koji sudjeluju tom danu?

Nedavno su albanska i hrvatska katolička misija organizirale zajednički cjelovečernji molitveni susret. Okupilo se ukupno oko tisuću vjernika. Nakon tog susreta mnogi vjernici su mi kazali da su tu večer vidjeli one za koje su znali da su pripadnici albanskog naroda, ali nisu znali da ispovjedaju istu vjeru. To im je pomoglo za kasnija međusobna povezivanja i u drugim prigodama. Osobe koje sudjeluju na ovim susretima redovito su obogaćene jednim posebnim iskustvom, otvorenije su i tolerantnije. Ono što drugi posjeduju, a što je različito od njihovog, redovito ne doživljavaju više kao prepreku za komunikaciju, nego dapače kao jedno novo bogatstvo za njih osobno i za Crkvu kojoj pripadaju.

Franjka Pavic

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Albanisch: «Ohne Liebe werden Kinder aggressiv»

Kroatisch: Christus segne dieses Haus!

Italienisch: Die schönste Nonne muss weiter anonym bleiben

Spanisch: Spaniens Kirche und Lateinamerikas Religion

Albanisch: Lausche nach innen!

Kroatisch: Ganze Familien tanzen Folklore

Italienisch: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein...

Portugiesisch: Jedes Haus wurde vom Pfarrer gesegnet

Albanisch: Herzliche Einladung, verpackt in Kinderstimmen

Spanisch: «¡Un nuevo mundo se abrió para mí!»

Tamilisch: Schwarz bin ich, doch schön...

Italienisch: Eine Patenschaft für Kinder in Äthiopien

Albanisch/Spanisch: Eine bewusste Antwort

Kroatisch: Vier Tage zwischen Assisi, Collavakenza und La Verna

Malayalam: «Kulturelle Elemente aus Indien...»

Französisch: «Mauritius, Antonius und Monika waren Afrikaner»

Albanisch: «Zeichen für Integration und christliche Gemeinschaft»

Spanisch: «Ein Consiglio Pastorale hilft den Missionaren»

Portugiesisch: «Rosenkränze für eine bessere Welt»

Italienisch: «Seelsorge als echte Sorge um die Seele»

Albanisch: Katedralja e Nënë Terezë dhe lindja e një shteti të ri

Türkisch: Ein Helfer in vielen schwierigen Situationen

Portugiesisch: Baumstamm auf dem Kirchplatz und ein voller Esstisch

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Kirche ohne Grenzen 2012

Kirche ohne Grenzen 2011

Kirche ohne Grenzen 2010

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Sonntag der Völker 2008: Junge Gläubige tragen in Volkstracht verschiedene Speisen als Gaben zum Altar.
Auch wenn die Feier grossteils in Deutsch gehalten wird, erklingen die Lesungen und Lieder wiederum in anderen Sprachen.
Gemeinsamer Apéro

Bilder: zVg
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