Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
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Aktuelle Ausgabe Nr. 21

Sprache der Hoffnung

Geschichte einer polnischen Esperantistin

Seit 2014 gehört Esperanto in Polen zum offiziellen immateriellen Kulturerbe. Als internationale Plansprache wurde sie 1887 von Dr. Ludwik Zamenhof in Warschau veröffentlicht. Barbara Pochanke erzählte Kirche ohne Grenzen, wie die heutigen Esperantisten leben.

Wie sind Sie dazu gekommen, Esperanto zu lernen?

Während meiner Krankenschwesterausbildung habe ich einen Flyer eines Esperanto-Kurses gesehen. Mich interessierte die Welt und die verschiedenen Kulturen. Damals träumte ich von der Arbeit in einer afrikanischen Mission. Eine internationale Sprache konnte diese natürlich erleichtern, weswegen ich den Sprachkurs angefangen habe. Später heiratete ich meinen Esperanto-Lehrer und wir begannen, zusammen verschiedene Esperanto-Events, meist in osteuropäischen Ländern, zu besuchen.

Gehörten Sie einer Gemeinschaft an?

Ja, wir gehörten der Internationalen Katholischen Esperantovereinigung IKUE an. Sie betreibt eine eigene Radiosendung Radio Vatikana sowie die Zeitung Espero Katolika. Ausserdem haben wir uns noch einer internationalen Esperanto-Familienvereinigung angeschlossen. Zusammen mit zwölf anderen Familien organisierten wir abwechselnd Treffen in Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und Frankreich. Unsere drei Kinder wuchsen zweisprachig auf. Esperanto ist also ihre Muttersprache. Wir wollten unseren Kindern den Kontakt zu Gleich gesinnten ermöglichen und den Sprachlernprozess unterstützen. Ausserdem haben wir, je nach Möglichkeit, auch globale Veranstaltungen besucht: Katholische Kongresse, die alle zwei Jahre stattfanden (im Wechsel mit dem protestantischen Schwesterverband, dem Internationalen Christlichen Esperanto-Bund KELI). Im Jahr 1968 wurde dieser erstmals gemeinsam als Ökumenischer Esperanto-Kongress organisiert.

Was macht man an solchen Events?

Es sind verschiedene Aktivitäten vorgesehen: die Heilige Messe, individuelle und gemeinsame Gebete, beispielsweise der Rosenkranz, wie auch der Lobpreis und Besichtigungen von Kirchen in der Umgebung. Selbstverständlich alles in Esperanto. Einen Tag haben wir im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils zusammen mit dem Protestantenverband verbracht. Die Ökumene in der Esperanto-Bewegung ist generell stark ausgeprägt und entwickelt sich reibungslos.

Was hat Sie in die Schweiz geführt?

Natürlich Esperanto! Im Jahr 1972 lasen wir in der Heroldo de Esperanto (weltweite Verbandszeitschrift) ein Job-Inserat. Die Psychiatrische Klinik in Wil suchte nach Arbeitskräften mit Esperanto-Kenntnissen, weil einer der Vorgesetzten eine multikulturelle Abteilung kreieren wollte. Ich habe mich beworben und war danach mehrmals in der Schweiz als Gastarbeiterin tätig.

Warum ist diese Sprache so wichtig für Sie?

Weil ich dank ihr beinahe die ganze Welt gesehen habe. Pasporta Servo ist eine Esperanto-Organisation, welche kostengünstiges Reisen erlaubt. Man wird durch freiwillige Gastfamilien empfangen und erhält Kost und Logis sehr preiswert oder gar gratis. Man ist gelegentlich auch selbst Gastgeber. Ich reise immer noch gerne. Vor vier Jahren habe ich fünf Wochen auf Kuba verbracht. Ausserdem bin ich kontaktfreudig und schätze die internationalen Bekanntschaften. Ein weiterer Vorteil ist, dass man auch andere Sprachen ziemlich gut verstehen und schnell lernen kann, weil in der Regel die Esperanto-Wörter in mehreren indogermanischen Sprachen bekannt sind. Aufgrund all dieser Vorzüge wollten wir unseren Kindern die Sprache unbedingt weitergeben.

Text & Übersetzung: Monika Freund Schoch

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«Język nadziei»

Historia polskiej esperantystki

Dr Ludwik Zamenhof stworzył esperanto, by ułatwć międzynarodową komunikację w XIX w. W 2014 r. język ten został włączony do polskiego dziedzictwa kulturowego. Pani B. Pochanke opowiedziała Kirche ohne Grenzen swoją przygodę z esperanto.

Jeszcze w szkole pielęgniarskiej pani Pochanke rozpoczęła kurs esperanto, gdzie poznała swojego męża, z którym następnie wychowała troje dzieci posługujących się esperanto jako językiem ojczystym. Przez wiele lat spotykali się z grupą 12 rodzin esperanckich z Węgier, Bułgarii, Rumunii i Francji. W 1972 pani Barbara dostała pracę w Klinice Psychiatrychnej w Wil, gdzie planowano stworzyć międzynarodowy oddział esperantystów. Najpierw przyjeżdżała kilkukrotnie tymczasowo, po czym dostała propozycję stałego pobytu oraz ściągnięcia dzieci i męża. Choć w tamtym czasie wymogii gminy były bardzo wysokie i proces przesiedlenia nie był dla nich łatwy, to po roku rodzina Pochanke rozpoczęła wspólne życie w nowym kraju.

W Szwajcarii nadal kontynuowali liczne wyjazdy zagraniczne na spotkania i kongresy esperantystów. Należąc do «Pasporta Servo», czyli organizacji zrzeszającej domostwa esperanto gotowe za darmo lub za niewielką opłatą gościć innych klubowiczów, zwiedzili razem mnóstwo zakątków świata. Pani Barabara jest już od 10 lat wdową i wkrótce zostanie prababcią, ale nadal wiele podróżuje, pielęgnując międzynarodowe kontakty. Cieszy ją również fakt, że małżonkowie jej dzieci są esperantystami, a nawet niektóre wnuki kontynuują tę rodzinną tradycję.

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Kirche ohne Grenzen 2018

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Barbara Pochanke mit der Bibel, die Zamenhof auf Esperanto übersetzte.

Bild: Monika Freund Schoch
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