Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
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Ausgabe Nr. 5

Neues Leben ohne Alkohol

Der Weg zu Abstinenz, Freiheit und Glauben

Alkoholkonsum steht in der EU nach Tabakkonsum und Bluthochdruck an dritter Stelle der Ursachen für vorzeitiges Sterben. Wer mit dem Genussmittel nicht vorsichtig umgeht, riskiert nicht nur Gesundheit, Arbeit oder Beziehungen, sondern möglicherweise sein Leben. Grzegorz Kaminski war jahrelang abhängig. Unter Freudentränen berichtet er von seiner Befreiung.

Eine klare Linie zwischen normalem Alkoholkonsum und einer Sucht lässt sich nur schwer ziehen. Wo war in Ihrem Leben die Grenze überschritten?

Schon in meiner Heimat Polen habe ich früher mit Kollegen viel unter Alkoholeinfluss gefeiert. Nach dem Umzug in die Schweiz wurde es dann kontinuierlich schlimmer. Ohne elterliche Aufsicht und mit grösserem Einkommen suchte ich immer öfter rauschende Partys auf. Dann habe ich mich schliesslich auch alleine betrunken. «Auswärts auf Montage bleibt einem nur das Saufen», dachte ich. Dann verlor ich die Stelle und der Alkohol wurde zum Betäubungsmittel. Morgens wartete ich jeweils bis meine Frau weg war, um gleich mein Bier zu holen. Meine Frau kämpfte erfolglos dagegen an. Das Leben hatte keinen Sinn mehr, ich wurde depressiv. In meiner Verzweiflung schrie ich einmal laut zu Jesus, dass er mich retten solle…

Gab es ein spezielles Ereignis, welches die Kraft zur Umkehr und Wende bei Ihnen auslöste?

Meine Frau brachte mich dazu, mit zur Kirche zu kommen. Für mich war es bedeutungslos – ich ging nur ihretwegen. Eine Gemeinschaft der Polnischen Mission nahm uns herzlich auf. Doch ich hatte kein Verständnis für das exaltierte Verhalten beim Gebet oder dem Gesang. Diese «übertriebene» Freude war mir fremd. Aber die Leute dort waren sympathisch, brachten immer Leckerbissen mit, und wir lachten viel – das hat mich überzeugt, zu bleiben. Dann, der Aufforderung meiner Frau folgend, suchte ich einen Priester auf und erlebte die Beichte meines Lebens… Sie war kurz, aber sehr wertvoll. Ich sagte nur: «Ich bin Alkoholiker.» Erstmals gab ich zu, dass ich krank war – und spürte endlich Gottes Nähe. Ich weinte danach vier Stunden lang. Doch Erkenntnis und Reue verschwanden leider schnell, noch am gleichen Abend unterlag ich wieder meiner Sucht …

Ihr Ausstieg verlief also nicht einfach.

Obwohl ich den Alkohol für weitere zwei Jahre nicht aufgeben konnte, erwachte in mir eine Gegenwehr. Immer wieder bat ich Jesus um einen Ausweg. Betrunken, in einem meiner Hysterie-Anfälle, flehte ich eine Bekannte um Hilfe an. Ich wusste, dass sie für mich beten würde. Eine Woche später schlug sie uns vor, mit ihr nach Czatachowa in Polen zu fahren, um dort am Barmherzigkeitsforum teilzunehmen. Wir sagten zu. Doch der Teufel wollte mich wohl unbedingt aufhalten. Nach der langen Autoreise, eigentlich nur noch 40 Minuten vom Ziel entfernt, verfuhren wir uns. Der starke Regen half mit, aber noch schlimmer waren betrunkene Menschen, welche seltsamerweise plötzlich auftauchten und uns falsche Richtungen anwiesen. Ich wollte bereits aufgeben. Ohne grosse Hoffnung stieg ich aus dem Wagen – da sah ich den Wegweiser nach Pater Pio Sanktuarium – die himmlische Antwort. Mit vier Stunden Verspätung kamen wir an.

Was ereignete sich dann? Erzählen Sie uns mehr von dem Moment, in dem Sie Ihre Befreiung von der Sucht erlebten.

Der Priester dort hatte eine Offenbarung, dass während der Wandlung ein Mann um die Heilung seiner Alkoholkrankheit gebetet habe. Es war mir sofort klar, es ging um mich. Dass ich in der Menge tätowierte Männer sah, die ins Gebet vertieft waren, Männer, die wohl einst zum kriminellen Milieu gehört hatten, gab auch mir als vorbestraftem Alkoholiker den Mut, mich zu öffnen. Zum ersten Mal erhob auch ich meine Hände und bat während der Anbetung des Allerheiligsten für die Erneuerung meines Herzens. Danach spürte ich körperlich Gottes Berührung. Die Freude und Ruhe, welche mir danach geschenkt wurden, ist nicht zu beschreiben. Wie in einem Delirium fuhr ich nach Hause und bin seither, nach mittlerweile fast zwei Jahren, noch immer trocken. Ich sehe jetzt stets, wie unser Herr uns beschützt. Viele Wunder sind geschehen – aber das ist eine ganz andere Geschichte – ein neues Leben.

Interview & Übersetzung: Monika Freund Schoch

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Nowe życie w trzeźwości

Historia wyzwolenia z nałogu

Rozmóca Kirche ohne Grenzen od 15 lat miezka w Szwajcarii, ale jego nowe życie zaczęło się dopiero przed dwoma laty, gdy Bóg uwolnił go z uzależnienia. Z wielkim wzruszeniem dzieli się teraz swoim świadectwem...

Grzegorz od lat zmagał się z narastającym problemem alkoholowym. W Polsce, często brał udział w «zakrapianych» imprezach. Na obczyźnie z roku na rok było coraz gorzej, aż doszło do tego że pił sam. Kiedy stracił pracę, jedynym wyjściem wydawało się otępienie bólu i wypełnienie pustki trunkiem. Powoli stawał się emocjonalnym wrakiem: pijackie ataki histerii i depresyjne myśli zaczęły wdzierać się w jego codzienność. Pewnego dnia w totalnej desperacji, krzyczał do Jezusa, by ten go uratował z takiego życia, bo nie miało już ono sensu...

Z czesem dał się namówić żonie na Kościół i spotkania Odnowy w Duchu Świętym w Zurychu. Egzaltowana modlitwa i śpiew były mu obce, ale pozostał ze względu na sympatyczną atmosferę spotkań. Podczas Święta Wylania Ducha Świętego odbył spowiedź i po raz pierwszy w życiu przyznał się: «Jestem alkoholikiem». Niestety jeszcze tego samego dnia uległ znów pokusie i przez kolejne 2 lata nie udało mu się zachować trzeźwości, ale w jego sercu pojawiła się wola walki. Wyjazd do Czatachowy na Forum Wspólnoty Miłości i Miłosierdzia Jezusa był odpowiedzią koleżanki na jego błaganie o pomoc. Na miejscu miał wizję Chrystusa cierpiącego, co napełniło go ogromnym żalem za grzechy. Kiedy potem Ojciec Daniel otrzymał proroctwo nt. mężczyzny, który podczas Unieniesia prosił o uwolnienie z alkoholizmu, od razu wiedział, że chodzi o niego. Modlił się w ten sposób od dawna i wreszcie poczuł jak Bóg odmienia jego serce. Dany był mu pokój i nieopisana radość – zrozumiał, że Ojciec w Niebe kocha i przebacza. Od tamtej pory nie pije.

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Kirche ohne Grenzen 2018

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Grzegorz Kaminski hat ein Wunder erlebt.

Bild: Monika Freund Schoch
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