Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
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Aktuelle Ausgabe Nr. 2

«Wenn ‹christlich› auch öffentlich ist»

Eine christliche Spielgruppe stellt sich vor

Manuela Imhof wohnt mit ihrer Familie in Eglisau und leitet seit Sommer 2014 die Offene Spielgruppe im Chlaffental in Neuhausen. Hier wird die biblische Botschaft von der Liebe Gottes zu allen Menschen offen bekannt. Kirche ohne Grenzen hat mit ihr über Motivation, Hintergrund und Struktur der Spielgruppe gesprochen.

Frau Imhof, was ist inhaltlich in der Offenen Spielgruppe anders als in üblichen, regulären Spielgruppen?

Wir singen christliche Lieder, erzählen Geschichten aus der Bibel, vermitteln christliche Werte und kommunizieren dies auch transparent den Leuten. Im Advent beispielsweise war die Weihnachtsgeschichte aktuell, aber wir gehen natürlich auch auf die Jahreszeiten oder anderes ein. Ansonsten steht wie bei den anderen Spielgruppen das freie sowie geführte Spielen und Basteln im Zentrum.

Wer ist Trägerin der Spielgruppe?

Die Spielgruppe ist eines der verschiedenen Angebote des Vereins chlaffe-treff, welcher von der christlichen Gemeinde Neuhausen am Rheinfall cgn unterstützt wird. Wir dürfen beispielsweise die Räumlichkeiten der cgn unentgeltlich nutzen. Der chlaffe-treff soll ein Ort der Begegnung und des Austausches für Familien in Neuhausen und der näheren Umgebung sein. Zugleich ist sie eine Plattform der Sozialisation für Kinder und Mütter.

Wie ist diese Spielgruppe entstanden?

Ich liebe Kinder und seit ich den christlichen Glauben gefunden habe, verspüre ich den Wunsch, Kindern, welche zu Hause nichts vom Glauben mitbekommen, die Botschaft Jesu näherzubringen. Nachdem meine eigenen drei Kinder grösser waren, wurde dieser Wunsch immer stärker.

Zusammen mit einer Kollegin entschloss ich mich dann, die Ausbildung zur Spielgruppenleiterin der IG Spielgruppe zu besuchen. Im Sommer 2014 konnte ich dann meinen grossen Wunsch, meinen Beruf mit der Verkündigung zu verbinden, realisieren. Natürlich geschieht das in der Spielgruppe sehr niederschwellig, und es geht mehr darum, einen kleinen Samen auszustreuen und zu hoffen, dass etwas daraus wachsen kann. Die Spielgruppe ist nämlich offen für alle, die kommen wollen. Tatsächlich besuchen momentan auch vier Muslime die Spielgruppe. Ich leite diese Spielgruppe ehrenamtlich und somit leidenschaftlich, da ich dies als Dienst für Christus tue und ich so meine Liebe für Kinder, die mir Gott gegeben hat, einsetzen kann. Ich leite beruflich auch «normale» Spielgruppen, was mir natürlich auch viel Freude bereitet, aber die biblischen Geschichten mit den Kindern zu lesen, ist etwas ganz anderes und Schönes.

Wie ist die Spielgruppe organisiert?

Die Spielgruppe ist auch in einem weiteren Sinn offen. Es gibt nämlich keine Jahresanmeldung, sondern man kann von Mal zu Mal entscheiden, ob man das Kind bringen will oder nicht. Man bezahlt bar zehn Franken für die zwei Stunden, dabei ist der Znüni inklusive. Diese Freiheit hat sich zum Beispiel auch für Eltern, welche in Schichten arbeiten, als eine gute Lösung erwiesen. Die Gruppe variiert deshalb von Mal zu Mal, aber es pendelt sich im Laufe des Jahres meistens gut ein. An jedem sechsten Dienstag findet anstelle der Spielgruppe, die Krabbelgruppe statt, bei welcher die Mütter und eventuell jüngere Geschwister mit dabei sind und so Kontakte knüpfen und sich austauschen können. Für die grösseren Kinder gibt es dann das weiterführende Angebot Kidstreff Füchsli, wo sich Kinder im Kindergarten- und Primarschulalter am Mittwochnachmittag treffen. Auf unserer Hompage www.chlaffe-treff.ch kann man alle weiteren Infos zu unseren Angeboten finden.

Vielen Dank für das Gespräch.

Interview und Übersetzung: Daria Serra

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L’asilo nido nel chlaffe-treff pubblico e cristiano

Manuela Imhof realizza la sua passione per i bambini e per Gesù

Manuela Imhof (40) abita ad Eglisau con la sua famiglia. Dal 2014 è maestra d‘asilo nido nel Chlaffental a Neuhausen che è pubblico e aperto a tutti e nello stesso tempo si dichiara l’adesione alla fede in Dio ed il suo amore per tutti gli uomini in modo esplicito. Kirche ohne Grenzen ha parlato con la signora Imhof di questo progetto.

Signora Imhof, come è nata l’idea di un asilo nido pubblico con uno stampo cristiano?

Amo i bambini e da quando ho trovato la fede, sento il desiderio di raccontare di Gesù a bambini che a casa non sentono parlare di lui. Quando i miei tre figli sono cresciuti, questo desiderio è diventato sempre più forte. Così decisi di fare la scuola per diventare maestra di asilo nido e nel 2014 con l’aiuto dell’associazione «chlaffe-treff» ho potuto far combaciare l’annuncio del Vangelo con la mia professione. Naturalmente questo si svolge a bassa soglia. Si tratta più di seminare un piccolo seme con la speranza che possa crescere qualcosa di bello, perché l’asilo nido è aperto a tutti. Infatti al momento vengono anche quattro bambini musulmani.

Signora Imhof, come è strutturato l’asilo nido?

L’asilo nido è aperto anche in un altro senso. Da noi non esiste un’iscrizione annuale, ma si può decidere volta per volta se portare il bimbo o no e ovviamente si paga la retta di dieci franchi solo le volte che si è presenti. Questa libertà ad esempio si è rivelata utile per genitori che lavorano con i turni o chi per altri motivi non ha un ritmo di vita regolare. Per questo motivo il gruppo può variare e da parte mia c’è sempre un po‘ di incertezza, ma nel corso dell’anno normalmente si stabilizza un po’. Sul nostro sito www.chlaffe-treff.ch si trovano tutte le informazioni sulle nostre attività.

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Kirche ohne Grenzen 2018

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Manuela Imhof möchte ihre Gaben in den Dienst Gottes stellen.

Bild: zVg
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