Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
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Ausgabe Nr. 17

Zeichen für Integration und christliche Gemeinschaft

Albanermissionar Don Marjan Marku verlässt die Schweiz

Pfarrer Don Marjan Marku betreut von Sirnach TG aus die ca. 6000 katholischen Albaner in den Kantonen Thurgau, Schaffhausen, St. Gallen, Appenzell Inner- und Ausserrhoden, Zürich, Glarus, Schwyz und Graubünden. Ende September 2009 verlässt Don Marjan Marku die Schweiz. «Kirche ohne Grenzen» befragt den Seelsorger.

Mike Qerkini: Don Marjan Marku – 10 Jahre waren Sie in der albanischen Mission in der Schweiz tätig! Welche Pläne konnten Sie in die Tat umsetzen?
Don Marjan Marku: Damals gab es nur eine Mission in der Schweiz: Don Aleksandër Kola hat alle Albaner aus der ganzen Schweiz in Lebens- und Glaubensfragen von Littau/LU aus unterstützt. 1999 kam ich als sein Nachfolger. Seelsorge und Organisation für die ganze Schweiz zu leisten war für einen einzigen Priester sehr komplex. Als ich das sah, habe ich begonnen, die Mission neu zu organisieren. Später bekam ich Hilfe von Don Marjan Demaj, Don Mikel Sopi und den Nonnen von der Kongregation der Töchter der göttlichen Liebe. Im 2003 konnten wir mit einer grosszügigen Finanzhilfe der katholischen Landeskirche Thurgau einen Sitz in der Ostschweiz eröffnen. Heute existieren drei Albanermissionen in der Schweiz, neben Sirnach und Littau auch eine in Aarau. Wir konnten so grosse Pläne in die Tat umsetzen!

In der Schweiz leben zwischen 18’000 und 20’000 albanische Katholiken. Wie beurteilen Sie die Zukunft der Albanermission in der Ostschweiz?
Die Albanermission in der Ostschweiz sollte mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Die Gläubigen können von den guten Chancen in der Schweiz profitieren, sollen aber niemals ihre Wurzeln vergessen. Rund 50 Prozent der katholischen Albaner in der Schweiz sind unter 26 Jahren – eine sehr junge Bevölkerung. Die Präsenz der Mission hat daher eine grosse Bedeutung, denn niemand versteht fremde Menschen besser als diejenigen, die ihre Sprache sprechen und ihrem eigenen Volk angehören.

Als Seelsorger hatten Sie auch eine Rolle als Bindeglied zwischen den Gläubigen und den Schweizerischen Institutionen…
Durch meine eigene Integration in die lokale Kirche konnte und durfte ich Bindeglied werden. Als Mitglied vieler schweizerischer Institutionen wie des Priesterrats Bistum Basel, der Kommission Migrantenseelsorge in der Römisch-Katholische Zentralkommission des Kantons Zürich, der Verwaltungskommission Andersprachigenseelsorge in der katholische Landeskirche Thurgau oder im Dekanat Fischingen war nicht nur eine Bereicherung für die Kirche vor Ort, sondern auch für meine Laufbahn als Priester.

Warum haben Sie sich entschlossen, die Schweiz zu verlassen?
Ich weiss, es ist für viele ein grosser Schock, aber der Entschluss kam von unserem Bischof Dodë Gjergji. Bei meiner Priesterweihe habe ich Gehorsam gegenüber dem Bischof versprochen, und so komme ich meinen Verpflichtungen nach.

Wie reagieren die Gläubigen in Ihrer Mission?
Die Gläubigen der Albanermission Sirnach sind mehr oder weniger über meine Demission informiert. Unverständnis und irgendwo auch Verärgerung sind die Reaktionen der Gläubigen.

Wo werden Sie nun seelsorgerisch tätig sein?
Voraussichtlich werde ich mich im ökumenischen Dialog im Kosovo engagieren. Nebenbei werde ich auch in einer Pfarrei tätig sein.

Welche Wünsche haben Sie an die Gläubigen und an die Mission in Sirnach?
Ich wünsche der Mission und den Gläubigen alles Gute für die Zukunft. Sie sollen weiterhin ein beispielhaftes Zeichen für gute Integration und christliche Gemeinschaft sein und so die frohe Botschaft Jesu Christi weitertragen. Vor allem muss die Mission die Jugend immer mehr fördern und ihr so ihre Kultur und Wurzeln näher bringen.

Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit und das Gespräch!

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Information: Am 27. September 2009 um 13.00 Uhr in der Stadtkirche Frauenfeld findet der Dank- und Abschlussgottesdienst von Don Marjan Marku mit anschliessendem Apéro statt.

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Don Marjan Marku do të largohet nga Zvicra

Don Marjan Marku nga Sirnach/TG është përkujdesur për afro 6.000 besimtarë Katolik Shqiptar të cilët jetojnë në Kantonet: Thurgau, Schaffhausen, St.Gallen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Aus- serrhoden, Zürich, Glarus, Schwyz dhe Graubünden. Në fund të Shtatorit Don Marjan Marku do të largohet nga Zvicra dhe do të kthehet në Kosovë.

«Kisha pa kufi», bisedon me meshtarin.

Atëherë ishte vetëm një mision: Don Aleksandër Kola nga Littau/LU në aspektin fetare është përkujdesur për të gjithë besimtarët që jetonin në Zvicër. Si pasardhës i tij në vitin 1999 ka ardhur don Marjan Marku. Një meshtar për gjithë Zvicrën ishte një gjë shumë e vështirë dhe komplekse, jo vetëm për organizim por edhe për veprimtarin shpirtërore. Dhe kështu Don Marjan Marku filloi riorganizimin e Misionit dhe së shpejtë fitoi ndihmën nga Don Marjan Demaj, Don Mikel Sopi dhe nga motrat «Bijat e dashurisë Hyjnore». Në vitin 2003 me një përkrahje të madhe financiare nga Kisha Kantonale e Turgaus u riorganizua edhe selia e re në pjesën lindore të Zvicrës. Sot në Zvicër ekzistojnë tri Misione Katolike Shqiptare: në Littau/LU është Don Marjan Demaj, në Sirnach/TG vepron don Marjan Marku dhe në Aarau/AG është Don Mikel Sopi. Misioni Katolik Shqiptar në Zvicrën lindore duhet të shikoj me kujdes në të ardhmen. Besimtarët mund të fitojnë shumë nga mundësit që ofron Zvicra, por nuk guxojnë ti harrojnë rrënjët e tyre. Afro 50 për qind të Katolikëve Shqiptar në Zvicër janë nën moshën 26 vjeçare – një popullatë shumë e re. Prezenca e misionit në këtë aspekt ka një përgjegjësi të madhe, sepse askush nuk i njeh njerëzit e huaj më mirë se ai që e fletë gjuhën e tyre dhe i përket popullit të tij. Të rinjtë e gjeneratës së tretë përherë kërkojnë kontakte tek misioni.

Don Marjan Marku do të largohet nga Zvicra në fund të Shtatorit. Për shumë besimtarë është një shokë i madh. Misionari Shqiptar rrëfen se ky ishte një vendim i ipeshkvit Imzot Dodë Gjergjit: «Me shugurimin meshtarak ne kemi premtuar dëgjesën ndaj ipeshkvit dhe kështu duhet realizuar premtimin e dhënë». Ai pas veprimit të tij në Zvicër do të ketë një zyre për ekume- Mike Qerkini (22) nizëm e dialog dhe një famulli në Kosovë.

Interview und Übersetzung: Mike Qerkini

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Albanisch: «Ohne Liebe werden Kinder aggressiv»

Kroatisch: Christus segne dieses Haus!

Italienisch: Die schönste Nonne muss weiter anonym bleiben

Spanisch: Spaniens Kirche und Lateinamerikas Religion

Albanisch: Lausche nach innen!

Kroatisch: Ganze Familien tanzen Folklore

Italienisch: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein...

Portugiesisch: Jedes Haus wurde vom Pfarrer gesegnet

Albanisch: Herzliche Einladung, verpackt in Kinderstimmen

Spanisch: «¡Un nuevo mundo se abrió para mí!»

Tamilisch: Schwarz bin ich, doch schön...

Italienisch: Eine Patenschaft für Kinder in Äthiopien

Albanisch/Spanisch: Eine bewusste Antwort

Kroatisch: Vier Tage zwischen Assisi, Collavakenza und La Verna

Malayalam: «Kulturelle Elemente aus Indien...»

Französisch: «Mauritius, Antonius und Monika waren Afrikaner»

Spanisch: «Ein Consiglio Pastorale hilft den Missionaren»

Portugiesisch: «Rosenkränze für eine bessere Welt»

Italienisch: «Seelsorge als echte Sorge um die Seele»

Kroatisch: «Eine Offenbarung des gleichen Glaubens»

Albanisch: Katedralja e Nënë Terezë dhe lindja e një shteti të ri

Türkisch: Ein Helfer in vielen schwierigen Situationen

Portugiesisch: Baumstamm auf dem Kirchplatz und ein voller Esstisch

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Kirche ohne Grenzen 2012

Kirche ohne Grenzen 2011

Kirche ohne Grenzen 2010

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«Die Präsenz der Mission hat eine grosse Bedeutung!»

Bild: Schwester Valdete Daka
Albanermissionar Don Marjan Marku
«Jugendliche der dritten Generation suchen vermehrt den Kontakt zur Mission!»

Bild: Lulzim Saliquni
Der neue Albanermissionar Don Franë Kolaj.
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