Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
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Ausgabe Nr. 4

Ein Beispiel der Treue zum Glauben

Jozefina Uka spricht über die 38 Märtyrer von Albanien

In Albanien fand am 5. November des vergangenen Jahres die Seligsprechung von Erzbischof Vincenc Prennushi und 36 Gefährten sowie einer Gefährtin statt. Ein Anlass, welcher viele Gläubige anreisen liess, nicht nur aus Albanien. Viele wollten bei diesem bedeutenden und historischen Moment live dabei sein, besonders die noch lebenden Verwandten. Kirche ohne Grenzen sprach mit Jozefina Uka aus Frauenfeld, einer Verwandten des seliggesprochenen Märtyrers Dom Anton Muzaj. Dabei berichtet sie von der Bedeutung dieses Tages für sie und ihre Familie, erinnert sich an ihre Kindheit und an Momente mit dem seliggesprochenen Verwandten.

«Anton Muzaj, genannt Ton, wurde am 12. Mai 1921 in Vernakolle (Kosovo) geboren», sagt Jozefina Uka über den Märtyrer, der nicht weit von Stublla aufwuchs, wo Jozefina Uka und ihr Mann jeden Sommer in ihrem Ferienhaus verbringen. Er wurde in der Kirche mit der uralten schwarzen Marienstatue in Letnice getauft. Diese Kirche hat für die Menschen eine grosse Bedeutung und Maria wird dort besonders verehrt. «Anton war schon in seinen frühen Jahren sehr ehrgeizig und fromm. Sein Ziel war es, Priester zu werden», sagt sie. Nach seinem Studium in Rom kehrte er voller Enthusiasmus nach Albanien zurück.

Verordneter Atheismus

Zwischen 1945 und 1974 wurden die 38 Märtyrer, darunter Anton Muzaj, wegen ihres Glaubens verfolgt und mussten dafür mit ihrem Leben bezahlen. In Albanien wurde dazumal ein vom Kommunismus staatlich verordneter Atheismus gelebt. Ab 1967 wurden religiöse Aktivitäten verboten. Jozefina erinnert sich: «Mein Grossvater und sein Bruder sorgten sich um den Aufenthaltsort von Anton Muzaj, der katholischer Priester war. Er soll sich angeblich zu genau dieser Zeit in Albanien aufgehalten haben.» Unter den damaligen Umständen erhielt man wenige Informationen, und auch als Familie musste man oft lange Zeit auf ein Lebenszeichen oder auf Nachrichten von untergetauchten oder vermissten Personen warten.

Seligsprechung in Albanien

«Nachdem die Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse drei Jahre lang die Angelegenheit geprüft hatte, bestätigte Papst Franziskus die Seligsprechung der 38 Märtyrer. Sie haben sich gegen das hass erfüllte Regime gestellt und sind für den Glauben gestorben», schildert Jozefina Uka die Vorgeschichte der im 2016 stattgefundenen Seligsprechung. Viele Menschen aus verschiedensten Teilen der Welt nahmen an der Seligsprechung teil. Menschen, die einen persönlichen Bezug zum Land, seiner Geschichte oder gar zu den Märtyrern selbst hatten. «Verwandte von Anton Muzaj, u. a. aus der Schweiz, Deutschland und Kroatien, waren wie ich und meine Cousine Zina auch dabei», sagt Jozefina Uka.

Respekt für Glaubenszeugnis

Jozefina, ihr Mann Shpend und ihre zwei Kinder Larisa und Loris sind sehr stolz auf Anton Muzaj. Sie sehen sich durch ihn in ihrem Glauben gestärkt. So sagte Anton Muzaj einst: «Ich sehe keine Freiheit hier auf der Erde, ich sehe meine Freiheit im Himmel.» Diese Aussage löse bei ihr Gänsehaut aus, das drücke für sie auch aus, wie er für seinen Glauben gelitten habe. Jozefina Uka betont: «Ein Mensch, der so viel aushält, um seinen Glauben zu wahren, hat sehr viel Respekt verdient.» Dass einer dieser seliggesprochenen Glaubenszeugen ein Verwandter von ihr ist, erfüllt sie mit Stolz und motiviert sie, selber auch für den christlichen Glauben einzustehen – auch in Bedrängnis und Not.

Marijeta Cerkini
Übersetzung: Don Albert

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38 Martirët shqiptar

Data e 05.nëntorit 2016 do të jetë datë e shënuar në kalendarin katolik, si dita e Martirëve shqiptar. Pra, në këtë ditë, në Shkodër (Shqipëri), në meshën e udhëhequr nga kardinali Angelo Amato, u shpallën të Lumtur 38 Martirë, të cilët sistemi egër komunist i vrau në periudhën 1946 – 1974.

Shqipëria është vendi parë në botë që zyrtarisht është shpallur vend ateist në v 1968. Të gjithë u torturuan, u burgosën dhe u vranë vetëm pse ishin katolik, besnik Krishtit dhe Papës. Kisha pa kufij bëri një intervistë me znj Jozefina Uka, e cila njërin prej këtyre martirëve, don Anton Muzaj, e ka agjën e babës. Znj Jozefinë mori pjesë në këtë ngjarje të rëndësishme në Shkodër. Don Anton Muzaj, ishte sekretar i arqipeshkvit të Shkodrës, kur u arrestua dhe pasi e munduan shumë në burg, ia thyen këmbët e duart, e liruan, por ai prej vuajtjeve të mëdha, në moshën 29 vjeçare, pas pak ditësh ndrroi jetë. Përndryshe në mesin e këtyre martirëve, katër ishin nga Kosova. Më gjërësisht për Lumturimin e 38 Martirëve mund të lexoni në tekstin gjermanisht.

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Jozefina Uka und ihre Familie sind sehr stolz auf ihren Verwandten, den Märtyrer Anton Musaj.

Bild: Marijeta Cerkini
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