Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
forumKirche
Ausgabe Nr. 2

Christus segne dieses Haus!

Haussegnung: Eine alte Tradition

Wenn jemand neu in ein Haus einzieht, wenn schlimme Sachen in einem Haus geschehen sind oder wenn man einfach mal den Namen Gottes bewusst ausrufen will, hilft eine Haussegnung. Es ist keine Magie, die Konflikte wegzaubert, aber sie kann helfen, dass man nachher oder vorher den Mut hat, sich mit den Menschen neu auszusöhnen.

Dass man ein Haus oder Wohnung unter Gebet und Segenswünschen bezieht, ist ganz natürlich, auch wenn sich in den alten Büchern der Kirche wenige Vorlagen für dieses Ritual finden. Eine wichtige Haussegnung knüpft an den antiken Brauch des Hochzeitszuges an, mit dem man die Brautleute am Abend des Hochzeitstages in das Haus des Mannes geleitete. Die gallisch-keltische Kirche entwickelte daraus die «Segnung des Brautgemachs» (benedictio thalami).

Heute finden zum Beginn des Kirchenjahres familiäre Segnungen der Häuser und Wohnungen statt. Es ist ein alter Brauch, ab dem zweiten Weihnachtstag bis zum Dreikönigstag die Häuser und Wohnungen zu segnen. Zumindest die Haustür wird mit der Jahreszahl, mit Kreuzen und den Buchstaben C M B gekennzeichnet. Die Buchstaben stehen für Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus) und nicht – wie am Anfang angenommen – für die heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Die Haussegnung wird mit der ganzen Familie gefeiert, wobei der Pfarrer ein kurzes Gebet spricht, danach die Wohnung mit Weihwasser besprengt und die Worte «Christus segne dieses Haus» spricht.

Weihwasser oder Weihrauch? Zusätzlich zum Weihwasser kann für die Haussegnung auch Weihrauch eingesetzt werden. Weihrauch ist seit Jahrtausenden als Kultmittel bekannt. Er stammt von einer speziellen Baum- bzw. Strauchart, die im südlichen Arabien (Jemen) gedeiht. Gewonnen wird der Weihrauch, indem man die Rinde des Gehölzes anritzt. Aus der Wundstelle tritt eine Wundmilch aus, die zu goldgelbem oder rötlich-weissem Harz erstarrt. Weihrauch wird auch als Heilmittel verwendet. In Salbe verarbeitet, fördert es die Wundheilung. In der katholischen Liturgie wird Weihrauch vor allem in der Messe und im Stundengebet, daneben aber auch zur Verehrung des eucharistischen Brotes ausserhalb der Messe verwendet. Der Altar und die eucharistischen Gaben, das Evangelienbuch, der Priester und alle Gläubigen, sowie auch das Kreuz werden mit einem Weihrauchfass beweihräuchert.

Haussegnung nach kroatischer Tradition Bei den kroatischen Katholiken sind Haussegnungen ein beliebter Brauch. Bevor das Haus oder die Wohnung vom Pfarrer gesegnet werden, muss die Familie ein paar Vorbereitungen treffen. Für die Segnung sind vor allem die Bibel, das Kreuz sowie das Weihwasser wichtig. Alle drei Sachen müssen im Wohnzimmer auf einen mit weissem Tuch bedeckten Tisch ausgelegt werden. Die gesamte Familie und der Pfarrer versammeln sich um den Tisch, und der Pfarrer beginnt mit dem Segensgebet. Nachdem das Haus oder die Wohnung gesegnet worden sind, bringt der Pfarrer folgende Inschrift auf die Haus- oder Wohnungstüre an: 20 C+M+B 09. Heutzutage wird nach dem Segensgebet ein Aufkleber mit der Jahreszahl sowie den drei Buchstaben C+M+B ausgeteilt, den die Familie auf die Haus- oder Wohnungstür anbringt. Diese Inschrift wird nicht mehr mit Kreide angebracht.

Sinn der Haussegnung Durch die Haussegnung soll Chris tus, der in die Welt gekommen ist, auch in unsere kleine Welt, in unseren familiären Lebensbereich kommen. Unsere Wohnungen sollen ja Orte der Gottesbegegnung sein: Erfahrung von Menschlichkeit, Geborgenheit, Frieden und Trost. Das Segenszeichen an den Türen ist für uns Zeichen seiner Gegenwart und Aufruf zu christlichem Lebensstil. Die «Erscheinung des Herrn» (Epiphanie) zuhause erleben – das ist unser Segenswunsch!

Text und Interview: Franjka Pavic

------------------------------------------------------------------------------

Franjka Pavic: Pozivaju li Vas vjernici često na blagoslov kuća? Koliko puta u godini Blagoslivljate kuće?

Fra. Branko: Već od najranijih vremena kršćanska tradicija poznaje blagoslov osoba, obiteljskih, redovničkih ili drugih zajednica, ali i blagoslov osobnih i zajedničkih prostorija, te blagoslov stvari. Hrvatski vjernici koji žive u Švicarskoj pozivaju svećenika na godišnji blagoslov obitelji. Radi se o susretu svećenika i pojedine obitelji, o zajedničkoj molitvi da Bog svojim blagoslovom dotičnu obitelj čuva i vodi, te o kratkom razgovoru sa svećenikom. Taj susret i blagoslov se upriličuje u prvim tjednima Nove godine. U druga vremena vjernici pozivaju svećenika za blagoslov ukoliko presele u drugi stan ili kuću.

Može li se uopće reći da blagoslov kuća djeluje? Ne radi li se tu o nekom magičnom djelovanju?

Kršćanski blagoslov nema magičnu moć. Blagoslov djeluje po vjeri onih koji blagoslov traže i svećenika koji Božji blagoslov udjeljuje. Svećenik nije vlasnik blagoslova, niti je «uspjeh » blagoslova u tome što će i kako svećenik moliti, nego kojom vjerom obitelj prima blagoslov. U godišnjem blagoslovu svećenik ne blagoslivlje stanove nego obitelji. Ne blagoslivlje zidove niti namještaj nego žive ljude da ih Bog osnaži za sve probleme na koje će kroz iduću godinu naići. Crkva je živi organizam koji čine vjernici (svećenici i laici skupa). Zadaća je Crkve (vjernika) međusobno se okupljati i biti zajedno i to okupljati se oko Krista koji je izvor svakog dobra, mira i blagoslova. Prvi kršćani su se po kućama okupljali, ne samo da bi zajedno razgovarali i družili se nego prvenstveno da bi zajedno molili. Godišnji blagoslov obitelji je znak tog okupljanja vjernika iz prvih kršćanskih vremena. Obitelj koja s Bogom kroz život želi ići i s Bogom probleme rješavati, imat će više uspjeha.

Što bi trebao blagoslov kuće za osobe koje u njoj žive postici?

Obitelji koje traže susret sa svećenikom i blagoslov žele time reći da se iznova opredjeljuju za Krista i one vrijednosti koje Krist donosi. Vjernici su svjesni da blagoslov nije magičan čin koji ih unaprijed štiti od problema bez obzira kako će oni živjeti. Blagoslov nas ne štiti od posljedica grješnog života, nego nam pomaže ne griješiti. Blagoslov ne daje legitimitet nijednom grijehu niti grješnoj navici. Kad obitelj poziva svećenika na blagoslov onda ne očekuje da će blagoslov sam od sebe učiniti da supružnici npr. ekonomski jako prosperiraju (uspiju) niti da djeca automatski iz škole donesu dobre ocjene, nego blagoslov potiče da se članovi obitelji bolje razumiju, više međusobno druže, te u zajedničkoj molitvi i razgovoru nadvladaju poteškoće na koje budu nailazili. Blagoslov nije zato da članovi obitelji nešto dobiju, nego da bolji, ponizniji, mirniji i sretniji postanu. Kršćani nisu ljudi bez problema, nego ljudi koji kroz blagoslov Božju blizinu traže i s Bogom svoje probleme rješevaju.

---------------------------------------------------------------

Albanisch: «Ohne Liebe werden Kinder aggressiv»

Italienisch: Die schönste Nonne muss weiter anonym bleiben

Spanisch: Spaniens Kirche und Lateinamerikas Religion

Albanisch: Lausche nach innen!

Kroatisch: Ganze Familien tanzen Folklore

Italienisch: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein...

Portugiesisch: Jedes Haus wurde vom Pfarrer gesegnet

Albanisch: Herzliche Einladung, verpackt in Kinderstimmen

Spanisch: «¡Un nuevo mundo se abrió para mí!»

Tamilisch: Schwarz bin ich, doch schön...

Italienisch: Eine Patenschaft für Kinder in Äthiopien

Albanisch/Spanisch: Eine bewusste Antwort

Kroatisch: Vier Tage zwischen Assisi, Collavakenza und La Verna

Malayalam: «Kulturelle Elemente aus Indien...»

Französisch: «Mauritius, Antonius und Monika waren Afrikaner»

Albanisch: «Zeichen für Integration und christliche Gemeinschaft»

Spanisch: «Ein Consiglio Pastorale hilft den Missionaren»

Portugiesisch: «Rosenkränze für eine bessere Welt»

Italienisch: «Seelsorge als echte Sorge um die Seele»

Kroatisch: «Eine Offenbarung des gleichen Glaubens»

Albanisch: Katedralja e Nënë Terezë dhe lindja e një shteti të ri

Türkisch: Ein Helfer in vielen schwierigen Situationen

Portugiesisch: Baumstamm auf dem Kirchplatz und ein voller Esstisch

------------------------------------------------------------------------

Kirche ohne Grenzen 2012

Kirche ohne Grenzen 2011

Kirche ohne Grenzen 2010

zurück zur Übersicht

Segnung der Heilig Geist Kapelle durch den Erzbischof von Berlin, Kardinal Georg Sterzinsky mit Weihwasser.
Bild: Harald Oppitz, KNA-Bild
Frankja Pavic (27) stammt aus Livo (Bosnien-Herzegowina). Sie ist Schweizer Bürgerin und lebt seit 1998 in Frauenfeld. Nach dem Betriebswirtschaftsstudium arbeitet Sie als Projektleiterin bei der Firma Bernina International AG in Steckborn.
Fra. Branko je misionar Hrvatski katolika u Thurgau
i Schaffhausenu.
Foto: privatan
mime file icon Gottesdienstplan (34 KB)
Webdesign: dfp.ch | Umsetzung: chrisign gmbh