Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
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Ausgabe Nr. 12

Eine Patenschaft für Kinder in Äthiopien

"Gruppe Adottandi" der Missione Cattolica Italiana

«Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben;  ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben;  ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich  aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung  gegeben…» (Mt 25, 35-36; 40). Auf diese Stelle  des Evangeliums lässt sich wohl auch die Motivation  zurückführen, mit welcher die italienische Mission  Kreuzlingen-Weinfelden ein Patenschaftsprojekt in  Äthiopien betreut.

Seit ihrer Reise nach Äthiopien leitet Rosaria Saggiomo  das Patenschaftprojekt in der italienischen Mission  Kreuzlingen-Weinfelden. Dabei handelt es sich um Patenschaften,  welche italienische Familien, aber auch Einzelpersonen,  mit äthiopischen Kindern eingehen und diese  unterstützen. Bei diesen «Paten» handelt es sich um die  so genannte «Gruppe Adottandi», die sich regelmässig  alle zwei Monate trifft.  Die Treffen beginnen mit einer kurzen Betrachtung und  einem Gebet, dann werden die aktuellen Themen behandelt.  Vor allem werden an diesen Treffen der Zusammenhalt  und der Aspekt «Familie» gefördert. Die Gruppe organisiert  verschiedene Anlässe, bei denen sie auf ihre Patenschaftsaktion  aufmerksam macht, Spenden für das  Projekt sammelt und auch neue «Paten» wirbt.

Unterstützung auch durch das Gebet

Begonnen hat das Projekt in der Schweiz mit der Initiative  des italienischen Missionars Don Elvio Sforza aus  Kreuzlingen. Er war ein Freund von P. Gianfranco Priori,  der das Projekt in Äthiopien leitet. Rosaria Saggiomo  arbeitet seit 2000 in der italienischen Mission. Für das  Patenschaftsprojekt, das sie mitgründete, schlägt von  Anfang an ihr Herz. Mit den ersten 20 Patenschaften  hat sich in der Mission eine neue Gruppe gebildet, die  sich nicht nur um die finanzielle Unterstützung der Kinder  kümmert, sondern mit der Patenschaft auch eine emo tionale  und geistige Verantwortung übernimmt.  «Zusammen mit Don Elvios Nachfolger, Don Francesco  Diodati, der die Projekte in der Mission weiterhin fördert,  haben wir uns entschieden, jeden Tag ein «Gegrüsst seist du Maria» und ein «Vaterunser» für  unsere Kinder in Äthiopien zu beten»,  so Rosaria Saggiomo.

Die Mission in Kreuzlingen übernimmt  die organisatorischen Aufgaben  und koordiniert die Kontakte  und die Überweisungen der Geldmittel.  Mittlerweile gibt es 62 Patenschaften,  die von 47 Familien übernommen  wurden.

Jede Patenschaft rettet ein Leben

Die Reise nach Äthiopien im Jahr  2001 gab Don Elvio und Rosaria die  Möglichkeit, das Projekt persönlich  kennen zu lernen und auch die ersten  20 Kinder zu besuchen, für die  in der Schweiz eine Patenschaft  übernommen worden war. Die Projektleiter konnten sich überzeugen,  dass die finanziellen Mittel für den  richtigen Zweck verwendet werden.  Die Patenschaften werden in erster  Linie für verwaiste Kinder übernommen.  Durch jede Patenschaft wird  das Leben eines Kindes in Äthiopien  gerettet, dem Kind werden drei  Mahlzeiten pro Tag garantiert, zudem  die medizinische Versorgung und  schliesslich der regelmässige Besuch  der Schule.  Hauptsächlich durch das positive  Echo der beteiligten «Adottandi»  wuchs das Projekt seit 2001 weiter.  Neben den Patenschaften sind weitere  Aktionen, wie die «Solidaritätsbombonniere » entstanden (Interview  mit Antonella), oder die «Aktion Kuh»,  mit welcher den ärmeren Familien  Kühe gekauft wurden. «Das Patenschaftprojekt  war das erste, das in  unserer Mission einen Samen gelegt  hat», so Don Francesco. «Wir wollen  den missionarischen Auftrag der Kirche  leben.» In der italienischen Mission  Kreuzlingen-Weinfelden wurden  auch weitere Patenschaften in Brasilien  und Indien übernommen. Neben  den Patenschaften unterstützt die  Missione Italiana Kreuzlingen-Weinfelden  auch den Bau von Brunnen  und einer Schule in Äthiopien, sowie  einen Kindergarten in Polen. «Wir  wollen auch im Kleinen missionarisch  sein», erklärt Don Francesco  weiter, «wohl wissend, dass wir nicht  alle Probleme lösen können – unsere  Projekte sind wie ein Tropfen im  Ozean der Nöte der Welt».

Donata Bricci

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Für das Patenschaftsprojekt  «Gruppe Adottandi» wurden 2008  fast 8000 Franken gesammelt.  Der grösste Anlass war ein Abendessen  in Weinfelden, zu dem fast  150 Personen kamen; ein Reinerlös  von fast 4000 Franken kam  zusammen. Daneben erhält Rosaria  immer wieder Spenden von  Einzelpersonen, welche die Kinder  in Äthopien unterstützen möchten.  Auch 2009, am 17. Oktober um
19.00 Uhr ist in Kreuzlingen im  St. Ulrichhaus, ein «Solidaritäts abendessen » geplant. Interessierte  können gerne bei Frau Rosario  Saggiomo Genaueres erfahren  (Tel: 071/670 03 25). 

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È stata una cosa spontanea

Donata Bricci: Qual è la particolarità di questo progetto?

Rosaria Saggiomo, capo-progetto di «pro Etiopia»: È quella di motivare e sensibilizzare le persone a fare questo  «patto d’amore» – gli adottandi, non si prendono solo  cura del sostegno finanziario del bambino, naturalmente  importantissimo, ma anche della cura affettiva e spirituale  del bambino, tramite un’unione che non è visibile, è  l’unione attraverso il Signore. Se non si fa col cuore, è  meglio lasciar stare – i bambini sentono la nostra vicinanza  spirituale ed hanno bisogno anche di questa.

Come si chiama il «Suo» bambino?

Lucrezia d’Amato: Mescerem Roba, ha 14 anni. Presto il periodo previsto  per l’adozione finirà (a 15 anni) e ho già deciso che continuerò  con l’adozione di un altro bambino dall’Etiopia.

Come ha conosciuto questo progetto e perché ha deciso  di adottare un bambino?

Tramite la missione. Ho  voluto adottare anch’io un bambino perché è bello fare il  bene, anche se è poco – si fa quello che si può. Ho fiducia  in questo progetto, Rosaria è molto brava e il progetto  è serio.

Ha qualche contatto con Mescerem?

Purtroppo no. I  bambini vivono in dei villaggi sperduti, non si può inviare  posta. Mi piacerebbe andare in Etiopia di persona… Ho  però partecipato ad uno dei Convegni annuali dei Cappuccini  di Recanati, dove si trova il Segretariato centrale  del progetto di adozioni a distanza. È stata un’esperienza  unica sentire le testimonianze di chi vive con i «nostri»  bambini.

Come si chiama il «Suo» bambino?

Antonella Cetrangolo: Si chiama Baraze Mandoja, è nato circa nel 2002. Purtroppo  in Etiopia non esiste l’anagrafe e quindi non si sa  mai esattamente l’età dei bambini.

Come ha conosciuto il progetto?

Anch’io ho conosciuto il  progetto tramite Rosaria, della missione italiana. Abbiamo  iniziato con l’azione «Bomboniere della solidarietà».  Durante il corso di preparazione matrimoniale abbiamo  deciso di impiegare gli stessi soldi che avremmo speso  per le bomboniere per sostenere uno dei progetti in Etiopia  aiutando così a finanziare un pozzo. Quando è nata  Letizia, nostra figlia, abbiamo deciso di comprare 10 pecore  che abbiamo poi donato alle famiglie più povere in  Etiopia. Così cerchiamo di aiutare non solo il bambino da  noi adottato, ma anche altre famiglie.

Perché ha deciso di aiutare le famiglie e i bambini in  Etiopia?

È stata una cosa spontanea – quando abbiamo  conosciuto i progetti, abbiamo voluto subito farlo.

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Bilder: Donata Bricci
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