Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau
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Ausgabe Nr. 9

Herzliche Einladung, verpackt in Kinderstimmen

Ein Kinderchor begeistert zwei Missionen

Schwester Valdeta aus der albanischen Mission in der Deutschschweiz erweckt einen Kinderchor ins Leben. Die Idee bekommt Unterstützung aus der italienischen Mission. Der Kinderchor gestaltet die Messe durch passende Liturgielieder.

Antigona Qerkini: Schwester Valdeta, erzählen Sie mir kurz, woher Sie kommen und wie es dazu kam, dass Sie heute in der Schweiz missionieren.

Schwester Valdeta: Ursprünglich bin ich aus Klina (Kosovo). In der Schweiz zu missionieren war nicht einzig meine Entscheidung. In unserem Orden werden wir durch die Schwester Oberin eingeteilt. Da ich auf Musikunterricht spezialisiert bin und da die albanische Mission in der Schweiz eine Chorleiterin benötigte, wurde ich der albanischen Mission in der Schweiz zugeteilt.

Wie und wann entstand die Idee eines albanischen Kinderchors?

In jeder Mission findet man den Wunsch nach einem Kinderchor. Auch in unserer Mission blühte die Idee auf. Die eigentliche Realisierung entstand dann durch die Zusammenarbeit zwischen meiner Mitschwester Klementina Avgustini und mir. Die Leitung eines Chors ist sehr anspruchsvoll, aber gemeinsam fällt es viel leichter.

Auftritt mit der Bundesrätin

Wie und wann wird der Kinderchor zu hören bzw. zu sehen sein?

Unseren Kinderchor hört man natürlich hauptsächlich in den Kirchen singen. Bei wichtigen Anlässen, wie zum Beispiel der letztjährige Besuch von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, sind wir dabei und gestalten die Eucharistiefeier festlich mit unseren Gesängen. Leider ist es den Kindern nicht möglich, in jeder Messe aufzutreten – diese finden an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten statt – eine Zumutung für die talentierten Kinder!

Welche Lieder werden gesungen?

Unsere Lieder lehnen sich stark an die Liturgie des Kirchenjahres an. Jedoch versuchen wir, in die Lieder auch Gestik und Mimik einzubauen. Dadurch sind unsere Auftritte lebhaft und zeugen von der frohen Botschaft Jesu Christi.

Welche Voraussetzungen muss man haben, um im Kinderchor mitzu - singen?

Momentan sind 25 Kinder im Chor aktiv. Die eigentlichen Voraussetzungen kann ich kurz fassen: Die Kinder sollen Spass und Motivation am Singen haben. Wer diesen Punkt erfüllt, ist immer herzlich willkommen. Gleichzeitig ist es aber auch ein Versuch, die Kinder in der Kirche aktiv werden zu lassen: Sie gestalten die Eucharistiefeier und sorgen so für ein feierliches Beisammensein – eine herzliche Einladung, verpackt in Kinderstimmen.

Mut der Kinder bestärkt die Gläubigen

Wie verbinden Sie die Kindergesänge mit der Liturgie?

Für uns spielen die Lesungen eine wichtige Rolle. Zum Beispiel werden während der Weihnachtszeit ausschliesslich Weihnachtslieder gesungen. Dadurch vertiefen wir das Wort Gottes, denken über die Lesung nach und versuchen, diese Stimmung in der Feier der Eucharistie aufblühen zu lassen.

Sicher haben Sie auch schon Reaktionen von den Gläubigen erhalten. Wie kommt der Kinderchor an?

Der Kinderchor sorgt für Begeisterung und grosse Zustimmung. Allein der Mut der Kinder bestärkt auch die Gläubigen: Die Kinder stehen vor der ganzen Gemeinde. Ich glaube, es ist auch ein gewisses Zeugnis, welches die Kinder dort ablegen.

Wie entwickelte sich die Zusammenarbeit mit der italienischen Mission?

Es ist uns ein Anliegen, das Leben in den Missionen zu fördern. In der albanischen Mission gibt es einige Gläubige, die sich eine Zusammenarbeit mit der italienischen Mission gewünscht haben. Durch diese Idee entstand dann auch die Zusammenarbeit mit unseren italienischen Mitchristen. Der Kinderchor durfte in einer italienischen Messe singen. Der Auftritt war sehr schön und bestärkte auch die Kinder in ihrem Tun. Gemeinsam soll das Reich Gottes entstehen.

Wie darf ich mir die Zusammenarbeit mit den Italienern vorstellen?

Unsere Kirche ist eine weltumfassende Kirche. Da sind Abgrenzungen ungültig: Wir alle sind Kinder des einen Gottes. In diesem Sinne entsteht dann auch die Zusammenarbeit. Erstaunlich finde ich aber die unterschiedliche Gestaltung der Messe in den Missionen. Wir können so voneinander profitieren und gemeinsam und tatkräftig das Reich Gottes entstehen lassen. Wir haben in dieser Richtung schon neue Vorstellungen und möchten in Zukunft noch mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene ermuntern.

Planen Sie auch in Zukunft gemeinsame Auftritte?

Selbstverständlich wird es auch in Zukunft ähnliche Auftritte des Kinderchors geben. Wir freuen uns schon auf die Einladungen. Vorerst aber ist das Fest der Nationen eingeplant. Wir treten da zwischen drei und fünf Mal auf. Im letzten Jahr waren wir in Wil (SG), Uznach und Altstätten (ZH) zu Gast. Die Kinder freuen sich schon sehr darauf und diese Freude spiegelt sich natürlich auch in den Auftritten wider.

Antigona Qerkini

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Fëmijët shqiptarë organizojnë kremtimin Eukaristik

Në çdo mision ekziston dëshira për një kor të fëmijëve. Po ashtu në Misionin Shqiptar lindi një ide e tillë. Ky realizim u zbatua në bashkëpunim në mes motrës Klementina Avgustini dhe Valdeta Daka. Korin i fëmijëve shqiptarë mund të dëgjohet kryesisht në Kishë. Në raste të rëndësishme dhe të tilla si në vitin e kaluar gjatë vizitës së Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, dhe prania e tyre e bëri këtë takim më solemn. Këngët janë të përcaktuara nga liturgjia e vitit Kishtar. Nën udhëheqjen e motrës Valdeta fëmijët tentojnë që këngët t’i realizojnë me gjeste dhe mimikë. Në këtë mënyrë Fjala e dëgjuar Hyjnore mund të thellohet dhe jetësohet më tepër. Kori është i përbërë prej 25 fëmijëve dhe të gjithë janë shumë të motivuar dhe të entuziazmuar për këndim. Motivimi për këndim është aq i madh se që ata pa ndonjë problem prezantohen para gjithë besimtareve dhe me këndimin e mrekullueshëm i mahnitin të gjithë të pranishmit.

Bashkëpunimi me misionin italianë

Mund të mendohet se misionet në Zvicër jetojnë në vete dhe nuk kanë fare kontakt me misionet tjera. Kjo nuk është e vërtetë dhe kjo mund të dëshmohet nga bashkëpunimi në mes Shqiptarëve dhe Italianëve. Më datën 18. Janar 2009 motra Valdeta së bashku me korin e fëmijëve ishin mysafirë në meshën e Italianëve në Kishën e Shën Ullrihut në Kreuzlingen. Meshën Shenjte e kremtuan Don Marjan Marku, udhëheqës i Misionit Katolik Shqiptarë dhe Don Françesko Diodati, udhëheqës i Misionit Katolik Italian. Në intervistë motra Valdeta edhe një herë theksoj bashkëpunimin: «Kisha jonë është një kishë universale. Dallimet e tilla janë të pavlefshme: Ne jemi të gjithë fëmijë të një Hyji. Në këtë kuptim lind edhe bashkëpunimi».

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Albanisch: «Ohne Liebe werden Kinder aggressiv»

Kroatisch: Christus segne dieses Haus!

Italienisch: Die schönste Nonne muss weiter anonym bleiben

Spanisch: Spaniens Kirche und Lateinamerikas Religion

Albanisch: Lausche nach innen!

Kroatisch: Ganze Familien tanzen Folklore

Italienisch: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein...

Portugiesisch: Jedes Haus wurde vom Pfarrer gesegnet

Spanisch: «¡Un nuevo mundo se abrió para mí!»

Tamilisch: Schwarz bin ich, doch schön...

Italienisch: Eine Patenschaft für Kinder in Äthiopien

Albanisch/Spanisch: Eine bewusste Antwort

Kroatisch: Vier Tage zwischen Assisi, Collavakenza und La Verna

Malayalam: «Kulturelle Elemente aus Indien...»

Französisch: «Mauritius, Antonius und Monika waren Afrikaner»

Albanisch: «Zeichen für Integration und christliche Gemeinschaft»

Spanisch: «Ein Consiglio Pastorale hilft den Missionaren»

Portugiesisch: «Rosenkränze für eine bessere Welt»

Italienisch: «Seelsorge als echte Sorge um die Seele»

Kroatisch: «Eine Offenbarung des gleichen Glaubens»

Albanisch: Katedralja e Nënë Terezë dhe lindja e një shteti të ri

Türkisch: Ein Helfer in vielen schwierigen Situationen

Portugiesisch: Baumstamm auf dem Kirchplatz und ein voller Esstisch

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Kirche ohne Grenzen 2012

Kirche ohne Grenzen 2011

Kirche ohne Grenzen 2010

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Der albanische Kinderchor in der italienischen Messe:
Gottesdienstgestaltung über Missionsgrenzen hinaus.
Bilder: Missione Cattolica Italiana Kreuzlingen-Weinfelden
Antigona Qerkini (17) ist in der Aus bildung zur Kauffrau. Sie tanzte
in der Gruppe «Ansambli Arbëresha» kosovarischen Traditionstanz und lebt derzeit mit ihrer Familie in
Sirnach/TG.
Schwester Val deta: «Da ich auf Musikunterricht spezialisiert bin, wurde ich
der albanischen Mission in der Schweiz als Chorleiterin zu geteilt.
Bild: zVg
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